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Benzinpreise : Preistreiber Staat – wer an hohen Spritpreisen verdient

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Kraftstoffpreise an den Tankstellen sind in den vergangenen Wochen stark angestiegen. Bis zu 1,72 Euro mussten Verbraucher für einen Liter Super-Benzin an den Zapfsäulen im Kreis zahlen.

Während die Politiker in Berlin über eine Erhöhung der Pendlerpauschale diskutieren, sollte man sich zunächst einmal die Zusammensetzung des Benzinpreises ansehen. Rund 40 Prozent entfallen dabei auf den reinen Produktpreis. Die reinen Kosten für einen Liter Benzin belaufen sich auf vier Prozent, die Ökosteuer schlägt mit rund 10 Prozent zu Buche. Den höchsten Anteil am hohen Spritpreis mit nahezu 48 Prozent haben die zu zahlenden Abgaben, also Mehrwertsteuer und Energiesteuer. Der stärkste Preistreiber sind also nicht, wie schnell vermutet wird, die Konzerne, sondern der Staat. Nur in Großbritannien ist der staatliche Anteil an den Benzinkosten noch höher. Und auch die Tankstellenpächter im Kreis sind über die Preissteigerungen der vergangenen Wochen nicht glücklich. Ein Pächter erhält eine Provision, die meistens zwischen 0,8 und einem Cent pro Liter beträgt. Je mehr er verkauft, desto besser. Geizen die Autofahrer beim Tanken, bekommt auch der Pächter weniger. Dem Autofahrer bleibt also nur, weiterhin die günstigste Tankstelle zu suchen.

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erstellt am 06.Apr.2012 | 21:46 Uhr

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