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Ausbildung zur Prädikantin : Predigen aus tiefster Überzeugung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gepredigt hat sie bereits mehrfach. Doch am Sonntag werde es ein ganz besonderer Gottesdienst werden, weiß die Groß Nordenderin Dagmar Seifert. Mit der Predigt, die sie bis dahin ausgearbeitet hat, wird Dagmar Seifert ihre Ausbildung zur Prädikantin abschließen.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 21:06 Uhr

Prädikanten sind Absolventen einer speziellen theologischen Ausbildung. Sie verfassen selbstständig eigene Predigten, dürfen innerhalb der evangelisch-landeskirchlichen Gemeinden frei verkündigen und sind zudem für den gesamten Gottesdienstablauf (Liturgie) verantwortlich. Ihr Dienst ist prinzipiell ehrenamtlich.

Nach Dr. Tetzlaff und Renate Paelchen ist Dagmar Seifert die dritte Prädikantin an der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Uetersen „Am Kloster“.

Zurückblickend auf ihre dreijährige Ausbildungszeit sagte Dagmar Seifert, dass sie die Entscheidung, damals mit der Ausbildung zu beginnen, nie bereut habe. Denn sie sei aus innerster Überzeugung entsprungen. Dagmar Seifert bezeichnet sich als tiefgläubigen Menschen, und beschäftigt sich mit dem Wesen von Religionen bereits seit Langem. Vor vier Jahren entdeckte sie im Internet einen Hinweis auf das Prädikantenamt, befasste sich daraufhin näher mit dieser Möglichkeit, innerhalb der Kirchengemeinde tätig zu werden und nahm Kontakt mit Pastorin Kirsten Ruwoldt auf. Diese bestärkte sie in ihrem Vorhaben, sich zur Laienpredigerin ausbilden zu lassen. Auch der Kirchenvorstand zeigte sich den Plänen gegenüber aufgeschlossen.

Zufällig begegnete Dagmar Seifert 2009 der jetzigen Bischöfin Kirsten Fehrs, zur damaligen Zeit Pröpstin in Hamburg, die ihr ebenfalls zuriet.

Während ihrer dreijährigen Zeit der Unterweisung in Ratzeburg (etwa 20 lange Wochenenden) beschäftigte sie sich mit liturgischen Inhalten, Religionsgeschichte und der Auffassung von Predigten. „Es war eine sehr interessante Zeit im Domkloster, in dem wir Auszubildenden auch untergebracht wurden“, erklärt Dagmar Seifert. Mit ihr begannen 23 weitere Menschen mit ihrer Ausbildung zum Prädikanten. Einige von diesen werden am Sonntag im Gottesdienst ganz genau zuhören, denn am Ende der Kirchzeit werden sie, die Ausbilder und mehrere Pastoren den Ablauf des Gottesdienstes beurteilen. Das sei zwar kein Examen, aber Dagmar Seifert hofft dabei auf weitere Anregungen für ihre zukünftige kirchliche Arbeit.

Die Zeit ihrer Ausbildung endet, ganz streng genommen, im Herbst dieses Jahres, wenn die fertigen Prädikanten in Ratzeburg eingesegnet werden. Nach dem Gottesdienst am Sonntag sind die Kirchenbesucher herzlich eingeladen, ihre Meinung zu äußern.

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