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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 13:26 Uhr

Fusion : Potential erkennen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Jugendliche seiner Generation würden Uetersen und Tornesch jeweils nur als „Kaff“ wahrnehmen, sagte der Schülersprecher der Rosenstadtschule Marcel Pott. Er saß gemeinsam mit dem Tornescher CDU-Ratsherrn Joachim Reetz, mit Jens-Peter Dorra vom Verein Historisches Uetersen, mit der Uetersener SPD-Ratsfrau Heike Baumann, mit dem Uetersener CDU-Ratsherrn und Vorsitzenden des Stadtverbandes Andreas Faust sowie dem CDU-Ratsherrn, Kreistagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden der Jungen Union Tornesch-Uetersen Thorben Langhinrichs im Podium der Diskussionsveranstaltung, zu der die Junge Union zum Thema Fusion eingeladen hatte.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2013 | 20:51 Uhr

„Die Chance, Tornesch und Uetersen zusammenzuführen zu einer Stadt, in der sich die Jugend wohl fühlt, sollte nicht vertan werden“, so Marcel Pott, Vertreter der jüngsten Wahlberechtigten im Fusions-Entscheid am 22. September. Auch Andreas Faust merkte an, dass die junge Generation eine starke Kommune braucht. „Es laufen schon viele Dinge in beiden Kommunen gut. Das zusammenzuführen wäre sinnvoll“, sagte er.

Der Uetersener Bürger Ulf Lüders, der sich in der Diskussion zu Wort gemeldet hatte, merkte an, dass eine fusionierte Stadt wohl nicht das Krankenhaus verloren hätte und er betonte: „Es geht um einen großen Entwurf für die Zukunft. Die meisten Bürger werden am Sonntag wohl eine Bauchentscheidung treffen. Aber man muss sich überlegen, will man Stillstand oder Weiterentwicklung. Es ist wichtig, weit nach vorne zu schauen.“

Eine Stadt mit 30000 Einwohnern sei „ein Pfund“, mit dem man wuchern könne bei der Ansiedlung von Firmen, bei der Werbung um Arbeitskräfte und bei der Wahrnehmung in der Region und im Land auch bei der Bahnanbindung, so Heike Baumann.

Der junge Uetersener CDU-Politiker Thorben Langhinrichs wurde ganz konkret: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir als fusionierte Stadt gegenüber der kassenärztlichen Vereinigung mehr Verhandlungsmasse für die Niederlassung von Fachärzten haben und langfristig gesehen vielleicht sogar ein medizinisches Versorgungszentrum bekommen. Und was die jetzt vom Land noch abgelehnte Einstufung als Mittelzentrum nach einer Fusion betrifft, kann sich bei Regierungswechsel ja auch die Ansicht ändern. Es bleibt durchaus die Chance, Mittelzentrum zu werden.“ Ein Tornescher Bürger merkte an, dass die schrittweise Entwicklung von Tornesch zum Erfolg geführt habe. „Wenn die Tornescher nicht mehr alleine Herr über die Ansiedlung von Firmen oder die Ausweisung von Baugebieten sind, könnte es in dem Stadtteil ziemlich voll werden. Und was die Bahnanbindung betrifft, da spielen meiner Ansicht nach Fahrgastzahlen eine Rolle und nicht die Einwohnerzahl.“ Dass die Tornescher Interessen nach einer Fusion keine Berücksichtigung mehr finden würden, kann sich der Tornescher CDU-Politiker Joachim Reetz nicht vorstellen. „Die Wahlkreise werden neu zugeschnitten und die gemeinsamen Ortsverbände der Parteien werden die Kandidaten aufstellen, die die Interessen am besten vertreten. Und es wird dann gemeinsam entschieden, welche Betriebe und welche Baugebiete passen am besten wohin, ohne dass die Straßen noch mehr belastet werden.“ Die Identität in den Ortsteilen würde nicht verloren gehen, ist sich Daniel Kölbl sicher. „Vereine, Verbände und Feuerwehren bleiben in ihrer jetzigen Struktur bestehen.“

Der erste Platz im Stadtnamen-Wettbewerb „Tornesch-Uetersen“ löste nur bei einem Veranstaltungsteilnehmer Zustimmung aus. Der Tornescher Bürgermeister merkte an, der Stadtname müsse einen Bezug zu Hamburg und deutschlandweit eine positive Ausstrahlung haben.

Der Wettbewerb hat nur Ideen gesammelt, die Suche nach einem Stadtnamen wird erst nach einer eventuellen Entscheidung für die Fusion zur Debatte stehen.

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