zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 01:38 Uhr

Hartz IV : Positiver Trend im Kreis

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes belegt, dass in Deutschland die Zahl von Kindern in Familien, die auf das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen sind, auf hohem Niveau verharrt. Bundesweit ist demnach jedes siebte Kind auf Sozialleistungen angewiesen.

Die Kritik der Sozialverbände richtet sich vor allem an die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes, Ulrich Schneider, sieht kinderreiche Familien und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet und fordert insbesondere eine Erhöhung der Kinderregelsätze. Derzeit erhalten Kinder, je nach Alter gestaffelt, einen Betrag zwischen 219 und 287 Euro pro Monat.

Im Kreis Pinneberg ist die Zahl der Bedarfsgemeinschaften insgesamt zurückgegangen. Erhielten im November 2010 noch 10072 Bedarfsgemeinschaften Leistungen des Jobcenters, ging die Zahl im November 2011 auf 9801 zurück. Das entspricht einer Quote von rund zwei Prozent. Auch die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften, in denen Alleinerziehende mit Kindern leben, ging von 2124 (2010) auf 2073 (2011) zurück. Einen leichten Anstieg gab es bei Alleinerziehenden mit einem Kind unter 18 Jahren (plus sechs) sowie bei Alleinerziehenden mit vier Kindern (plus zwei). Auch die Zahl der Lebensgemeinschaften in Hartz IV ging im vergangenen Jahr zurück.

Damit ist die Entwicklung im Kreis Pinneberg deutlich positiver als es der Bundesschnitt zeigt. Auch landesweit hat die Anzahl der Arbeitslosengeld-Empfänger unter 15 Jahren seit 2006 um 17 Prozent abgenommen. Berücksichtigt werden muss hierbei jedoch auch die demografische Entwicklung. So ging die Anzahl aller Kinder unter 15 Jahren im Vergleich zum Jahr 2006 um sieben Prozent zurück. Die Quote der Kinder, die in Schleswig-Holstein auf Sozialleistungen angewiesen sind, lag im Dezember bei rund 15 Prozent.

Im Jobcenter Pinneberg setzt man auf eine starke Kooperation mit den betroffenen Familien. Die Expertin im Jobcenter, Sonja Eberlei entwickelt individuelle Strategien, die speziell auf die jweiligen Bedürfnisse von Eltern und Kindern zugeschnitten sind. Für das Bildungs- und Teilhabepaket, das Kindern beispielsweise eine Mitgliedschaft im Sportverein ermöglichen soll, gab es bislang mehr als 5000 Anträge. Hiervon wurden über 90 Prozent positiv beschieden. Das Angebot werde nun mehr wahrgenommen, so das Jobcenter.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Mär.2012 | 20:40 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert