Hetlinger Neujahrsempfang : Poppig, politisch, prominent besetzt

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In Hetlingen stehen die Zeichen auf Wachstum. Der Weg dahin ist aber teilweise umstritten. Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU) begründete beim gestrigen Neujahrsempfang der Gemeinde vor rund 130 Gästen ihren politischen Kurs.

shz.de von
22. Januar 2012, 20:53 Uhr

„Unsere Gemeinde muss sich mitbewegen, um mithalten zu können und Hetlingen so attraktiv für alle Altersgruppen zu machen, damit es sich auch zukünftig lohnt, sich hier vor Ort zu engagieren, zu wohnen, zu arbeiten, ja, eine Familie zu gründen“, sagte Ostmeier. Sie rechtfertigte die Investition von 1,2 Millionen Euro in ein neues Feuerwehrgerätehaus und forderte die Ausweisung eines weiteren Gewerbegebietes.

„Aus jahrelangen Gesprächen und einer Vielzahl von Anfragen ortsansässiger Unternehmer weiß ich, wie wichtig die Ausweisung einer Fläche ist“, berichtete die Bürgermeisterin. Zwar herrsche Uneinigkeit zwar über den Ort der Betriebsansiedlung. Ostmeier kündigte aber an: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass im kommenden Jahr eine Entscheidung getroffen wird.“

Kritik an einem Feuerwehr-Neubau wies die Bürgermeisterin mit dem Hinweis auf dessen zentrale Bedeutung für das gesamte Gemeindeleben hin. Die Hälfte des Gebäudes stehe künftig den Vereinen und Verbänden zur Verfügung. „Aufführungen und Feste machen unser Dorf weit über die Grenzen hinaus bekannt“, so Ostmeier.

Die Besucher des Neujahrsempfangs erhielten zahlreiche Kostproben aus dem Vereinsleben. Der Hetlinger Männergesangverein trat auf. Zwei „Tweenie“-Gruppen, der Kinder- und Jugendabteilung der „Hetlinger Deerns“, führten fetzige Tänze zu poppiger Musik auf. Ihre Mütter stellten Kostüme aus ihren Show-Tanz-Programmen aus. Ostmeier ehrte die Gruppe für ihr 30-jähriges Bestehen.

Zustimmung erhielt die CDU-Bürgermeisterin von Sozialdemokraten aus der Nachbarschaft. Andrea Hansen (SPD), Bürgermeisterin von Uetersen, betonte: „In Hetlingen wird viel bewegt.“ Das Dorf stelle aber auch hohe Ansprüche. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann bezeichnete Hetlingen als „frische Gemeinde“. Zu Gast waren auch die Bürgermeister der Nachbardörfer, Karl-Heinz Weinberg, Rolf Herrmann, Uwe Schölermann, Amtsvorsteher Walter Rißler und Landrat Oliver Stolz.

Star des Tages war der Kinderliedermacher Rolf Zuckowski, der zeitweise in Hetlingen lebt. Er trug das Lied „Mein Strom“ aus seinem neuen Album „Leisestärke“ vor.

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