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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 01:17 Uhr

Moorrege : Polizeistation wird dicht gemacht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Spätestens im August des nächsten Jahres sagt die Polizei in Moorrege „Tschüss“. Dann wird die Station in der Amtsstraße geschlossen und Uetersen zuständig sein. Dies ist der Kenntnisstand der Bürgermeister aus Marsch und Geest. Er habe es aus informellen Gesprächen erfahren, berichtet das Heistmer Gemeindeoberhaupt Jürgen Neumann (CDU). „Es stört mich, dass wir es ,durch die kalte Küche’ hören“, sagt er. „Ich hätte eine offizielle Mitteilung erwartet.“

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erstellt am 10.Sep.2013 | 21:20 Uhr

Denn es gab in der jüngeren Vergangenheit einige Gespräche zwischen Politikern und Polizeioberen zur Zukunft der Stationen in Marsch und Geest. In einem Brief hatten sich die Bürgermeister zudem an Innenminister Andreas Breitner (SPD) gewendet. Die Gespräche mit Polizeioberen waren von den Politikern als hoffnungsvoll eingestuft worden. Aus den Ämtern Moorrege und Haseldorf war vorgeschlagen worden, die Zuständigkeit der Station in Moorrege auszuweiten.

Die dortigen Beamten könnten dann für den gesamten Bereich Marsch und Geest zuständig sein. Doch der Gesprächspartner bei der Polizei, der sich als so offen gegenüber dieser Bürgermeister-Idee zeigte, ist mittlerweile versetzt worden.

In den drei H-Dörfern der Marsch konnte man sich für die Idee von der Geest erwärmen, weil demnächst der Dorf-Polizist aus Haseldorf in den Ruhestand geht. Klar ist, dass die Ein-Mann-Stelle nicht wieder besetzt wird.

Amtsvorsteher Rolf Herrmann (CDU), der ebenfalls von der Schließung der Moorreger Station aus informellen Kontakten weiß, sieht die kleinen Einheiten kritisch. „Was nützt mir die Polizeistation vor Ort, wenn in den meisten Fällen ein Anruf sowieso nach Uetersen weitergeleitet wird?“, fragt er. Eine Station mit einem oder eineinhalb Beamten pro Schicht bringe nichts. Sie müsste personell besser ausgestattet sein.

Nach Informationen der Uetersener Nachrichten hat das Ende für die Moorreger Station bereits begonnen. Fünf Beamte taten dort früher ihren regulären Dienst. Zwei sind bereits abgezogen worden. Die Öffnungszeiten mussten eingeschränkt werden. Moorreger Beamte sollen sich schon auf andere Stellen beworben haben, was die Schließung der Moorreger Station beschleunigen dürfte.

Und was sagt die Polizei? Von „keinen konkreten Organisationsänderungen“ kann Sandra Barenscheer, Pressesprecherin der Polizeidirektion Bad Segeberg, berichten. Ein Schildbürgerstreich wäre die Schließung der Station, denn erst vor Kurzem ist ein Breitbandkabel zu der Einrichtung verlegt worden. Damit können die Beamten schnell auf das polizeieigene Kommunikationsnetz zugreifen. Diese Investition wäre also eine Verschwendung.

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