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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 05:38 Uhr

Revierleitung : Polizeifakten gegen Vorurteile

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Polizei und Kripo in Elmshorn sehen der zukünftigen Herausforderung durch die wachsende Zahl von Flüchtlingen gelassen entgegen. „Wir fühlen uns der Aufgabe personell gewachsen und haben uns so organisiert, dass die tägliche Arbeit durch den Mehraufwand nicht beeinträchtigt wird“, sagte Revierleiter Thorsten Buchwitz gestern während eines Gesprächs mit SPD-Politikern.

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2016 | 18:49 Uhr

Anzeichen für einen Anstieg der Kriminalität im Umfeld der Schutzsuchenden gibt es demnach nicht, „weder gegen noch durch die Flüchtlinge.“ Für den Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, der das Revier zusammen mit Landtagskollegin Beate Raudies und der stellvertretenden Vorsitzenden des Elmshorner SPD-Ortsvereins, Dörte Köhne-Seiffert, besuchte, war das „eine einfache und klare Botschaft“.

Als Grund nannte Buchwitz unter anderem das Integrationskonzept der Politik. An knapp 150 Standorten im Einzugsgebiet der Elmshorner Polizei wurden etwa 800 Menschen dezentral einquartiert. „Da haben die Kommunen tolle Arbeit geleistet“, sagte Thorsten Buchwitz. Unterdessen steigt die Zahl der Schutzsuchenden, die unregistriert und ohne Papiere bei der Elmshorner Polizei um Hilfe bitten. Darunter sind auch zahlreiche unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Für Buchwitz eine Folge der Bahnanbindung. „Sie wollen meistens nach Neumünster und steigen dann zu früh, nämlich in Elmshorn, aus“, so Thorsten Buchwitz. Für ihn und seine Kollegen sei das inzwischen Routine. Das Team wisse, wie in diesen Fällen zu verfahren sei. „Wir helfen ihnen“, sagte der Revierleiter.

Dagegen bleibt die Lage rund um den Elmshorner Bahnhof angespannt. Das Viertel sei nach wie vor ein Kriminalitätsschwerpunkt. Dabei hat sich die Videoüberwachung allerdings als hilfreich erwiesen. „Wir haben im vergangenen Jahr durch die Auswertung der Bilder einige Straftaten im Nachhinein aufgeklärt und einige verhindert.“ Und auch die Entscheidung, die Wache in Brande-Hörnerkirchen personell zu verstärken, bezeichnete Thorsten Buchwitz als richtig. Inzwischen versehen entgegen dem landesweiten Trend zwei Beamte dort ihren Dienst. Das sei allerdings allein der örtlichen Situation geschuldet. „Die Entfernungen sind hier groß, und so kann die Polizei mehr Präsenz zeigen“, sagte er.

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