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Statistik 2014 : Polizei-Arbeit vor Ort trägt Früchte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Zahlen der Kriminalitätsstatistik 2014 machen deutlich, was bürgernahe Polizeiarbeit vor Ort bewirken kann: Die Kriminalitätsdelikte in Tornesch, Heidgraben und Groß Nordende, dem Gebiet mit etwa 16000 Einwohnern unter der Zuständigkeit der Polizeistation Tornesch, sind im Vergleich zu 2013 um 3,5 Prozent zurückgegangen. In absoluten Zahlen heißt das, im Jahr 2013 waren 1016 Kriminalitätsdelikte registriert worden, 2014 waren es 979.

Im kreisweiten Vergleich nehmen Tornesch und die beiden Gemeinden entsprechend der Häufigkeitsziffer (Gradmaß für die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten je 100000 Einwohner) einen mittleren Platz ein. „Die langfristig angelegte Präventionsarbeit wie regelmäßige Streifenfahrten, Schulpatenschaften, Fahrradkontrollen vor Schulen und im Bahnhofsumfeld und eben einfach die Präsenz vor Ort tragen Früchte“, so Polizeihauptkommissar Hans-Otto Crantz, Leiter der Polizeistation Tornesch.

Nicht nur die seit Jahren zurückgehenden Kriminalitätsdelikte in seinem Stationsbereich, auch die Aufklärungsquote zeugt von guter Polizeiarbeit vor Ort. Im vergangenen Jahr wurden 48,8 Prozent der angezeigten Kriminalitätsdelikte aufgeklärt und damit der höchste Aufklärungsstand seit 20 Jahren erreicht. 2013 waren es 41,5 Prozent. Zurückgegangen sind laut Statistik die Wohnungseinbrüche. 2013 waren es 36, im vergangenen Jahr 23. Auch die gemeldeten Sachbeschädigungen sind von 140 im Jahr 2013 auf 91 im Jahr 2014 gesunken. Zurückgegangen sind auch die gemeldeten Fahrraddiebstähle von 152 im Jahr 2013 auf 101 im Jahr 2014. Fahrradkontrollen durch die Polizei könnten dazu beigetragen haben. Allerdings ist die Aufklärungsquote bei gemeldeten Fahrraddiebstählen gering.

Erhöht hat sich im Zeitraum der Statistik die Zahl der Autoaufbrüche von 41 auf 57, die Zahl der gemeldeten Betrugsdelikte (vorwiegend Internetbetrugsdelikte) von 130 auf 155 sowie die Zahl der Rauschgiftdelikte von 19 auf 39 und die Zahl der Rohheitsdelikte von 96 auf 120. Zu 90 Prozent seien die Rohheitsdelikte unter Alkoholeinfluss und als Beziehungstaten (Opfer und Täter kennen sich) begangen worden. „Die Bürger sollten sich nicht beunruhigen. Es sind keine Fälle, bei denen jemand auf offener Straße angegriffen wurde“, so Hans-Otto Crantz. Was die seit Jahren steigende Zahl der Rauschgiftdelikte betrifft, so macht der Stationsleiter deutlich, dass es keine örtlichen Drogenschwerpunkte gibt. Meist sei die Polizei im Rahmen anderer Ermittlungen auf die Rauschgiftdelikte mit „leichten“, aber eben auch „härteren“ Drogen gestoßen.

Das Fazit des Stationsleiters. „In Tornesch, Heidgraben und Groß Nordende können sich die Bürger relativ sicher fühlen. Zudem konnte 2014 jede zweite Straftat aufgeklärt werden.“ Da die Statistik aber nur die angezeigten Straftaten ausweist, bleibt der Appell an die Bürgerinnen und Bürger, als Opfer oder Zeuge jede Straftat anzuzeigen.

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erstellt am 25.Mär.2015 | 18:36 Uhr

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