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Rosenstadtschule : Politikgespräche im Unterricht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seitens der Leitung der Rosenstadtschule war Ernst Dieter Rossmann gebeten worden, Zehntklässlern die Aufgabenbereiche eines Bundespolitikers vorzustellen. Dieser Einladung kam Rossmann gerne nach. In der Pausenhalle sprach der Sozialdemokrat, Mitglied der Großen Koalition in Berlin, über das Wesen der parlamentarischen Volksvertretung und erklärte, wie Bundespolitik auch vor Ort, also im Kreisgebiet und in Uetersen, wirkt.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 18:14 Uhr

Ernst Dieter Rossmann hat zwei Arbeitsplätze. Einen in Berlin und einen in Pinneberg. Vor Ort sei er einer von drei Bundestagsabgeordneten, der Sprechstunden anbiete wie ein Arzt das tue. Zu ihm kämen viele Bürger mit ihren ganz speziellen Anliegen. Und er versuche, diesen gerecht zu werden, erklärte Rossmann.

Der Politiker erläuterte, dass es im Kreis Pinneberg eine Menge bundespolitischer Themen gebe. So befasse er sich gegenwärtig auch mit dem Thema Elbvertiefung (Anpassung der Fahrrinne an die Bedürfnisse der Schifffahrt) und mit dem Ausbau der Autobahn 20. Bundespolitik gebe es, weil vieles länderübergreifend geregelt werden müsse. So auch der „Fluglärm“. Als Kreis Pinneberger Abgeordneter sei er zudem für Deutschlands einzige Hochseeinsel zuständig: Helgoland. Strukturschwach, einsam gelegen, weit weg vom Festland – auf Helgoland gebe es besondere Probleme, die nach besonderen Antworten verlangten. Rossmann verriet, weil es die Schüler nicht wussten, dass sich auf der Insel ein Stützpunkt für Windkraftanlagen auf See (Offshore) befindet. Die Mädchen und Jungen, die dem Politiker lauschten, merkten schnell, dass das Aufgabengebiet eines Bundespolitikers groß ist und man als Wahlkreisabgeordneter auch immer Ansprechpartner für die Bürger ist. Zu berücksichtigen habe man neben Bürgeranliegen, die Wünsche der Gemeinden und die Interessen der Partei. Rossmann ist Mitglied der SPD, die seit der letzten Bundestagswahl mit der CDU koaliert.

Während der Zusammenkunft in der Rosenstadtschule wurden nicht nur innenpolitische Themen erörtert, sondern auch die internationale Politik. Ganz aktuell: Waffen in den Nordirak zur Bekämpfung der Isis. Rossmann erklärte, warum man zu der Erkenntnis gelangen kann, dass Waffenlieferungen ein adäquates Mittel sind.

Die Schüler waren auch vom Schulleiter, Wolfgang Balasus, angehalten worden, sich an der Veranstaltung rege zu beteiligen. Offensichtlich aus Respekt vor dem Gast musste sich die Gruppe diesbezüglich erst „warm“ laufen.

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