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tantaus Allee 10 - 14 : Politiker lehnen das Bauvorhaben ab

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir begrüßen außerordentlich die bisherigen Bemühungen des Investors, die Bauplanung verträglicher zu gestalten und die ‘Bewegung in die Straßenflucht. Viele Argumente und Feststellungen unserer Anwaltskanzlei lassen nach wie vor Zweifel an der Verträglichkeit und vollständigen Einfügung des Bauvorhabens in das Quartier aufkommen – zumal mit der heutigen Vorlage deutlich vom hier genehmigten Konzeptentwurf und den Anregungen der Ausschussmitglieder abgewichen wird. Dennoch stellen wir in Aussicht, im Falle einer offenen und verbesserten Kommunikation, Beteiligung und nachbarschaftlichen Einigung mit dem Investor, das Bauvorhaben ohne Klage beziehungsweise Normenkontrollverfahren zu akzeptieren“, so begann Jochen Pawlack, Anwohner der Tantaus Allee, anlässlich der Bürgerfragestunde im Bauausschuss seinen Beitrag, den Hochbau „Tantaus Allee 10 bis 14 (Vorhabenbezogener Bebauungsplan 39) betreffend.

Die Politiker hatten sich mit dem Bauvorhaben eines Elmshorner Investors am Donnerstag ein weiteres Mal zu befassen. Inhaltlich ging es um den „Entwurfs- und Aufstellungsbeschluss. Jochen Pawlack, der im Namen mehrerer Anwohner Stellung nahm, bemängelte unter anderem die Parksituation auf dem Grundstück.

In Abweichung vom genehmigten Konzept möchte der Investor statt einer Tiefgarage 13 Stellplätze oder Carports an der südöstlichen Grundstücksgrenze bauen. Das, so Pawlack, würde zu einer Bodenversiegelung und einseitigen Belastung der östlichen Nachbarin und der südlichen Anlieger führen. Die Einfahrt liege zudem in einer Kurve, in der das Beschleunigen der Autos zur einsehbaren Ampel und die neben der Einfahrt häufig bereitstehenden Fahrschulwagen zu einem unübersichtlichen Unfallschwerpunkt führen würden. Anwohner hätten schon jetzt Probleme, mit ihren Autos die Grundstücke zu verlassen.

Die Politiker folgten dieser Argumentation. Auch sie wollten die Tiefgarage verwirklicht wissen und lehnten den Entwurf ab. Bestätigt wurde einmal mehr auch die Höhe des zu errichtenden Gebäudes. Das darf die Gesamthöhe von zehn Metern weiterhin nicht überschreiten. Der Investor wird nun von der Verwaltung über den Politikerbeschluss in Kenntnis gesetzt und kann neu planen oder seine Ideen verwerfen.

Weiter mussten sich die Fraktionen mit dem Wunsch mehrerer Anlieger zur Verkehrssituation an der Straße „Am Seeth“ befassen. Die Anwohner plädierten für eine Schließung der Straße, eine Einbahnstraßenlösung oder zumindest für eine Tempo-30-Regelung. Diese soll nun von der Verwaltung geprüft werden. Andere Lösungen werden seitens der Straßenverkehrsbehörde des Kreises wohl nicht akzeptiert, hat die Behörde das Durchfahrtverbot doch erst kürzlich aufgehoben – weil für diese Einschränkung keine plausiblen Gründe vorlagen.

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erstellt am 04.Dez.2015 | 20:20 Uhr

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