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Parken an der Wassermühlenstrasse : Politiker drehen sich erneut im Kreis

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Manche Themen werden abgeschlossen und erleben dann doch eine Renaissance. So auch die Wassermühlenstraße und die dortigen Parkvergehen, die laut Polizei keine sind, aber die Politiker dennoch ärgert. Man hatte im vergangenen Jahr intensiv beraten und diskutiert: Wie kann das Parken auf dem Grand verhindert werden? Blumenkübel, Poller oder Kette? Alles zu teuer, alles nicht ausgereift, wurde damals befunden. Die Akte wurde zugeklappt. Insbesondere, weil die Linden das „wilde Parken“ erstaunlich gut verkrafteten, wie festgestellt worden war. Nun aber die Wende, oder doch nicht? Es war im Frühsommer, als sich der Umweltausschuss und der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss dem Begleitgrün in der Fuzo und auf dem Marktplatz widmete. Ein Baumsachverständiger begleitete die Vertreter der Fraktionen und die protokollierende Verwaltung.

shz.de von
erstellt am 23.Aug.2012 | 20:28 Uhr

Und die hielt auch fest, was der Experte für Gehölze zur Situation „Wassermühlenstraße“ gesagt hatte. Er nämlich sah deutliche Spuren der Beschädigung im Wurzelbereich der Linden. Ohne Frage: Manch’ Autofahrer zwängt sich in die kleinste Lücke, auch wenn er dabei den Bäumen so nahe kommt, dass er über dessen Wurzeln hinweg fahren muss. Motto: Da will ich hin, da will ich stehen!

Nicht mit uns!, so der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss mehrheitlich. Alleine die CDU erinnerte daran, dass das ganze Dilemma ausgeblieben wäre, wäre die Wassermühlenstraße so ausgebaut worden, wie einst beschlossen. Bekanntlich kippte die neue Mehrheit nach der Kommunalwahl diese Ideen, weil sie als zu teuer empfunden wurden.

Sei’s drum. SPD, BfB und FDP wollten diese „alten Kamellen“ nicht mehr hören und suchten nach einer Lösung. Wieder einmal! Und auch dieser Versuch endete mit einer Vertagung der Angelegenheit.

Zur Chronologie des jüngsten Beratungsgeschehens im Ausschuss: Die Verwaltung hatte mitgeteilt, dass das Aufstellen von Pollern auf der Grandfläche Kosten in Höhe von 23000 Euro verursachen würden. Eigentlich, so SPD und BfB einmütig, habe man die Barrierefreiheit erreichen wollen, als man die Wassermühlenstraße neu habe entstehen lassen. Unter anderem wegen der Aktivitäten auf dieser Fläche, wie das bevorstehende Weinfest. Barrieren sind Stolperfallen. Wie wäre es denn, wenn man versenkbare Poller einbauen würde? Doch welche Bereiche werden eigentlich genau für die Festivitäten benötigt? Keiner wusste das so genau. So wurde der Vorschlag dankbar angenommen, beim Weinfest genau hinzuschauen und so mögliche Pollerplätze zu ermitteln. Die alte Idee der SPD, mobile Pflanzkübel aufzustellen, wurde diesmal nicht thematisiert. Wer soll diese pflegen? Die Bürgermeisterin erinnerte im vergangenen Jahr, als die Idee aufkeimte, an die Folgekosten. Die würden sich mit Uetersener Kassenlage nicht vereinbaren lassen.

So wurde der Tagesordnungspunkt, verbunden mit dem Prüfauftrag, zurück in die Fraktionen verwiesen. Alleine die FDP sorgte dafür, dass sich die Verwaltung neben der Pollerfrage auch mit der Materie „Hochbord“ befassen darf. Die Liberale Fraktion machte den Vorschlag, die Tiefborde im Bereich der Grandflächen zu entfernen und statt dessen 20 Zentimeter hohe Kantsteine einzubauen. Diese könne kein Auto überwinden. . .

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