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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 21:06 Uhr

Bauausschuss : Politiker billigen Planzeichnung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Verwaltung legte den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses zur Diskussion eine Planzeichnung zum B-Plan 72 „Ahrenloher Straße-Baumschulenweg“ vor, um eine Freigabe zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung sowie der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange zu erhalten.

shz.de von
erstellt am 05.Jun.2012 | 22:13 Uhr

Das Plangebiet gehört zum Bereich des künftigen Wohngebietes „Tornesch Am See“ und entstehen soll dort ein Wohnquartier mit barrierefreien Wohn- und unterstützenden Service- und Pflegeangeboten für ältere und jüngere Menschen mit vorhandenem oder absehbarem Assistenzbedarf. In der Mai-Sitzung des Bau- und Planungsausschusses hatte die Evangelische Stiftung Alsterdorf ihr Konzept für „Alsterdorf Am See“ mit freistehenden Bungalows, Reihen- und Winkelbungalows, Geschosswohnungen und Pflegewohngemeinschaften vorgestellt.

Zur Irritation in der aktuellen Sitzung des Bauausschusses führte die in der Planzeichnung gelb unterlegte Fläche in Richtung Ahrenloher Straße/Baumschulenweg. Die Fläche kann, da sie sich nicht im Besitz der Stadt befindet, nicht wie vorgesehen von Alsterdorf mit Bungalows bebaut werden. Zum Bereich des B-Planes 72 gehört die Fläche aber trotzdem und in der Planzeichnung wurde die Möglichkeit für eine zweigeschossige Bebauung eingetragen. Das sei analog erfolgt zum Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs, machte die Verwaltung deutlich, nachdem ein Anlieger kritisiert hatte, dass aus Eingeschossigkeit nun Zweigeschossigkeit geworden ist.

Ein weiterer Diskussionspunkt, den die Grünenpolitiker und die Christdemokraten ins Feld führten, war das in der Planzeichnung eingetragene oder nicht eingetragene Wegekonzept. „Das Wegekonzept erscheint uns unausgegoren. Wir wollen erst eine Gesamtplanung des Wegekonzeptes sehen, bevor wir den Planentwurf billigen“, betonte der Christdemokrat Henry Stümer, Vorsitzender des Bauausschusses. Er bemängelte, dass fuß- und radläufige Verbindungen zum Wohngebiet Strucksche Koppel und die Querung und Gestaltung des Baumschulenweges nicht eingezeichnet seien.

Die Verwaltung und das Planungsbüro Maysack-Sommerfeld sicherten zu, dass fuß- und radläufige Anbindungen zum Nachbarwohngebiet erfolgen werden und auch die Darstellung des Baumschulenweges, der nicht zu dem B-Plan 72 gehöre, erfolgen wird. Die Politiker aller Fraktionen billigten letztlich den Planentwurf zum B-Plan 72 und beauftragten die Verwaltung, die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung mit der Erörterung der Ziele und dem Zweck der Planung durchzuführen.

Kritikpunkt Sockelhöhe Im Textteil für den B-Plan 72 forderten die Christdemokraten, die Quartiere anzugeben, in denen Tiefgaragen zugelassen sind. „Denn dort, wo Bungalows entstehen, werden ja keine Tiefgaragen gebaut“, merkte Henry Stümer an. Die Grünen betonten, dass sie nicht mittragen, dass die Sockelhöhe nicht festgelegt wird. „Denn die Firsthöhe verschiebt sich mit der Sockelhöhe“, machte Georg Janßen deutlich. Klaus-Früchtenicht (SPD) hatte bereits in der Mai-Sitzung dafür plädiert, die Sockelhöhe auch für die Mehrfamilienhäuser auf maximal 50 Zentimeter festzulegen. Die Firsthöhe (9 Meter in eingeschossiger Bauweise, maximal 12 Meter bei zwei- und dreigeschossiger Bauweise sowie maximal 15 Meter bei viergeschossiger Bauweise) werde vom Straßenniveau aus gesehen, beschwichtigte der Vorsitzende des Bauausschusses.

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