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Betreuungsplätze in Uetersen : Politiker beschließen den Kita-Neubau

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Situation forderte Lösungen. Eltern mussten zwei Stunden auf die Entscheidung im Bildungsausschuss warten.

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2017 | 14:00 Uhr

Uetersen | In der Februar-Sitzung hatten die Bildungspolitiker die Verwaltung beauftragt, ihnen zur Mai-Sitzung die aktuellen Gruppenbelegungen in den Uetersener Kindertagesstätten, die Belegungen zum Kindergartenjahr 2017/18 ab 1. August sowie die Zahlen auf den Wartelisten für einen Kinderbetreuungsplatz vorzulegen. Es fehlen 60 Elementar- und 170 Krippenplätze. Die dazu von der SPD-Fraktion formulierten Anträge, schrittweise und zukunftsorientiert Betreuungsplätze zu schaffen, lehnten CDU und BfB in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses ab. Dass die SPD jedoch die Anträge von BfB und CDU unterstützte, begründete SPD-Fraktionschef Ingo Struve wie folgt: „Uns geht es um die Sache und nicht um Parteipolitik“. Mehr als zwei Stunden mussten die Elternvertreter der städtischen Kindergärten und des evangelischen Kindergartens Noahs Arche, die zu Beginn der Sitzung die Unterschriften an Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) übergeben und den Politikern vier Fragen im Zusammenhang mit der Beseitigung des Fehlbedarfs an Krippen – und Elementarplätzen gestellt hatten, auf die kurze Beantwortung ihrer Fragen und eine politische Entscheidung zu dem Thema warten. Denn es erfolgte zunächst die Abarbeitung einer umfangreichen Tagesordnung, bevor sich die Politiker mit der Schaffung von weiteren Krippen- und Elementarplätzen beschäftigten.

Die Sozialdemokraten eröffneten die Debatte. Sie hatten in ihrem Antrag die Umwandlung einer Elementargruppe im städtischen Kindergarten in eine Krippengruppe, einen Anbau an die Awo Kita „Hus Sünnschien“ für eine Elementargruppe und einen Anbau am Kindergarten der Erlöserkirchengemeinde zur Schaffung einer Krippengruppe gefordert. Zudem schlugen sie vor, dass die Verwaltung die Baukosten für zusätzliche Gruppen im katholischen Kindergarten und eine Möglichkeit zur Einrichtung einer Kita im Bleekerstift prüft.

SPD wollte Baukosten prüfen lassen

Dazu war bei der Verwaltung eine Anfrage des ASB eingegangen. Auch wollte die SPD die Verwaltung beauftragen, die von der Christuskirchengemeinde ermittelten Baukosten zur Schaffung von zwei Waldgruppen zu prüfen und mit dem Kreis Gespräche zur Realisierung zu führen. Dieser Punkt entsprach etwa dem auch von der Wählergemeinschaft BfB formulierten und mit der CDU später gemeinsam eingebrachten und einstimmig verabschiedeten Antrag: „Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem Trägerkreis der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Uetersen Eckdaten auszuhandeln, die in einen gemeinsamen Entwurf eines Errichtungs- und Betreibervertrages eines naturnahen Kindergartens mit zwei Krippengruppen mündet und diesen nach der Vorberatung in den Fachausschüssen und dem Hauptausschuss der Ratsversammlung zur endgültigen Beschlussfassung vorzulegen.“ 20 Plätze sollen so entstehen. Über alle Antragspunkte der SPD wurde nach einer längeren Sitzungsunterbrechung einzeln abgestimmt. Doch nur die Grünen, die die umfangreichen Überlegungen der Sozialdemokraten lobten, schlossen sich den SPD-Antragspunkten an.

Holger Köpcke (BfB) bezweifelte den Fehlbestand von 60 Elementar- und 170 Krippenplätzen an Hand seiner aus dem doppischen Bericht vorliegenden Geburtenzahlen und in Uetersen zur Verfügung stehenden Betreuungsplätzen in Kitas und bei Tagesmüttern und betonte. „Ich kann auch nicht nachvollziehen, an einem städtischen Kindergarten Elementarplätze platt zu machen und sie an der Awo-Kita durch einen Anbau, der aufgrund von B- und F-Planänderungen nicht so schnell zu realisieren sein wird, neu zu schaffen.“ Ann-Christin Speichert (Foto) von der SPD hatte dafür plädiert, nicht nur die Geburtenzahlen zu sehen, sondern auch den Zuzug von Familien nach Uetersen und den Bedarf an Ganztagsbetreuungsplätzen im Blick zu haben. In einer persönlichen Erklärung äußerte sie ihre Enttäuschung darüber, dass CDU und BfB sich so unwillig gezeigt hätten.

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