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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 11:38 Uhr

Diskussion am LMG : Politiker bekennen sich zu G8

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auf Initiative von Franziska Braun, Saskia Reibe und Daniel Kölbl, Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums, schauten gestern zwei Landespolitiker vorbei, um Rede und Antwort zu stehen. Die Pennäler des WiPo-Profils (Schwerpunktfach Wirtschaft und Politik) hatten neben Jost de Jager, dem Landesvorsitzenden der CDU, Kai Vogel von der SPD eingeladen. Vogel war früher stellvertretender Schulleiter der KGS in Tornesch. In der Aula fand dabei eine Podiumsdiskussion zum Thema Bildungspolitik statt.

shz.de von
erstellt am 31.Aug.2012 | 20:29 Uhr

Natürlich waren sich der SPD- und der CDU-Politiker nicht immer einig. Wohl aber beim Thema „G8“. Das achtstufige Gymnasium ist ein „Kind“ der Großen Koalition. Erst unter Schwarz-gelb sei die Diskussion zu G9 und Y-Modell aufgekommen. Kai Vogel: „G9 planten wir damals für die Gemeinschaftsschulen.“ Die FDP sei es gewesen, die alles frei geben wollte, da müsse man nun ran. Vogel sagte, dass insbesondere das Y-Modell abgeschafft gehöre. Diesbezüglich gebe es jetzt Bildungskonferenzen mit allen Beteiligten. Das LMG sei im sächlichen Bereich schlechter ausgestattet als der KGS in Tornesch. Das sei wahr. Es sei derzeit persönliches Pech, wenn man aus einer armen Stadt komme und dort zur Schule gehen müsse. Da müsse es nun deutliche Ausgleiche geben. Reichere Gemeinden müssten Uetersen helfen, so der Sozialdemokrat.

Jost de Jager kritisierte, dass die Koalition 300 zusätzliche Lehrerstellen schaffe und dabei die Gemeinschaftsschulen bevorzuge. Vogel konterte, dass die alte Regierung insbesondere die Gemeinschaftsschulen beschnitten habe. Dort werde differenziert unterrichtet und dafür bedürfe es mehr Lehrer. Man gebe den Schulen nur das zurück, was sie benötigten.

Aufgrund des Beschlusses der neuen Regierung, in Zukunft keine Gymnasiallehrer mehr auszubilden, sehe er die Qualität des Gymnasiums in Gefahr, sagte de Jager: „Wir haben ein gemeinsames Lehramt für Regional- und Gemeinschaftsschule geschaffen aber ein gesondertes Lehramt für Grundschullehrer. Und eine eigene Lehrerausbildung für das Gymnasium. Die neue Landesregierung plant quasi eine Stufenlehrerausbildung. Sie richtet sich nach der Altersstruktur der Schüler.“ Die Besonderheit des Gymnasiums aber dürfe man nicht unterbrechen.

Hinsichtlich der Frage, inwieweit man die Raumnot am LMG bekämpfen könne, sagte Vogel, dass diese noch zunehmen werde. Denn die Bevölkerung im Kreisgebiet werde weiter wachsen. Das Problem werde insbesondere wegen des großen Wohngebietes in Tornesch steigen. Dass man sich vor Ort bezüglich der Eigentumsfrage so behake, sei bedauerlich. Das Land habe sich inzwischen bereiterklärt, als Mediator zu fungieren, so Vogel. Der Bund müsse bei eventuellen Umbau- oder Neubaumaßnahmen, regte der Sozialdemokrat an. Jost de Jager kritisierte den „Flickenteppich“ im bundesdeutschen Bildungssektor. Frau Schawan habe Milliarden in der Schublade, dürfe das Geld aber wegen diesbezüglicher Länderkompetenzen nicht in den Bildungsbereich stecken. Das müsse geändert werden. De Jager plädierte für eine Offenheit bei den Finanzströmen.

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