Wasserturmfrühstück : Politik soll für Rahmen sorgen

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Mit dem Thema „Fairer Handel in der Welt - Fairtrade-Stadt Elmshorn“ hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann offenbar ins Schwarze getroffen. Die Resonaz auf seine zehnte Einladung zu einem Wasserturmfrühstück war außergewöhnlich groß. Allerdings wird der Bundespolitiker noch Überzeugungsarbeit leisten müssen. Denn die Stimmung unter den Gästen gegenüber den geplanten Freihandelsabkommen CETA und TTIP war eher skeptisch.

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07. Januar 2015, 18:43 Uhr

„Die Herkunft der Waren wird zukünftig in den QR-Strichcodes verschleiert“, „Wie hoch ist der Koalitionsdruck, der auf der SPD lastet?“, „Die Abkommen können nur akzeptiert oder abgelehnt werden - nachverhandelt wird nicht“ - äußerten die Gäste ihre Befürchtungen. „Wenn wir stehen bleiben, können wir den Menschen, die in Armut leben, keine Antworten geben“, gab Rossmann zu bedenken. Auch er bekannte, den Handelsabkommen mit Kanada und den USA noch abwartend gegenüber zu stehen, warb jedoch dafür, sich fortlaufend zu informieren. Noch liegt das Canada-EU-Trade-Agreement (kurz: CETA)-Verhandlungsergebnis ausschließlich in englischer Sprache vor, am Transatlantic Trade and Investment Partnership (kurz: TTIP) wird noch gearbeitet. „Wie wirkt sich die Thematik auf die kleinste kommunale Ebene aus?“, fragte Albert Röhl vom Elmshorner Weltladen Top 21. Er führte aus, dass bislang nur 0,01 Prozent des Welthandels fair gehandelte Ware sei. Die Rahmenbedingungen zu Löhnen, Umweltschutz und Arbeitsrecht müssten von der Politik festgelegt werden.

Rossmann sieht die Chancen Elmshorns, sich zu einer Fairtradestadt zu entwickeln positiv - mit Vorbildfunktion für die Nachbarstädte.

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