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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 19:12 Uhr

Senioren-Union : Politik-Offensive der Ü60

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Offenbar soll die Senioren-Union (SU) zukünftig stärker als politische Kraft wahrgenommen werden. Erstmals wurden gestern die Mitglieder um ihr Votum zu drei Anträgen gebeten, die der Vorstand des Kreisverbandes nun an Partei und Landesverband weiterreichen wird.

shz.de von
erstellt am 14.Mär.2016 | 18:50 Uhr

Der amtierende Vorstand unter der Leitung von Josef Werner will der Organisation mehr Gehör verschaffen. Nach einer Professionalisierung der Finanzgeschäfte durch die Erstellung von jährlichen Haushaltsplänen seit 2014 nimmt sich die Seniorenvereinigung der CDU im Kreis Pinneberg jetzt aktuelle politische Themen vor.

In drei Anträgen wurde formuliert, was Landes- und Bundespartei nun gerne umsetzen sollen. Dabei geht es um eine Digitalisierung, die auch die Belange älterer Menschen berücksichtigt, um die Stärkung der Inneren Sicherheit sowie eine Entlastung der Rentner von den Zusatzbeiträgen der Krankenkassen.

So sprachen sich die anwesenden Mitglieder einhellig dafür aus, die Möglichkeit einer mündlichen oder schriftlichen Kontaktaufnahme mit Behörden ebenso zu erhalten wie die klassische Abwicklung von Bankgeschäften in der Filiale vor Ort und der schriftlichen Einreichung von Steuererklärungen. „Viele Senioren sind nicht bereit, sich dem Thema Digitalisierung zuzuwenden, oder verfügen gar nicht über die notwendige Technik“, begründete SU-Vorsitzender Josef Werner den Vorstoß. Gleichzeitig forderte er, bei der technischen Entwicklung etwa von Geräten oder Autos auf Nutzerfreundlichkeit im Hinblick auf Senioren zu achten.

Unstrittig auch der Vorstoß in Sachen Innere Sicherheit, allerdings setzten die Mitglieder bei diesem Antrag redaktionelle Änderungen durch. So sollen zwar die Präventionsarbeit intensiviert, die technische Ausstattung der Polizei verbessert und das Personal aufgestockt werden, einen Einsatz von pensionierten Polizeibeamten als „Ehren-Schupos“ wollen die Mitglieder allerdings nicht. „Das klingt zu sehr nach Bürgerwehr“, sagte die Juristin Karin Wiedemann.

Weniger einig waren sich die Mitglieder bei einer Verlagerung eines Teils der Zusatzbeiträge für die Krankenkassen von den Rentnern auf die Rentenkassen. Zwar unterstützte die Mehrheit den Antrag, allerdings gab es auch zahlreiche kritische Stimmen, darunter den ehemaligen Uetersener CDU-Ratsherrn Helmut Schwalm. Er warnte vor einer weiteren Belastung der Rentenkassen, weil das zu Lasten der jüngeren Generation gehe.

Für den Vorstoß des Vorstands gab es am Ende Lob von Wolfgang Börnsen. Der einstige Bundestagsabgeordnete und amtierende SU-Landesvorsitzende lobte die Initiative als urdemokratisch.

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