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Stadtentwicklungs- und Bauausschuss : Politik: Grünes Licht für Aldi

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Schick soll er werden, der neue Aldi an der Reuterstraße. Und groß! Das wurde während der Beratungen im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss am Donnerstagabend im Rathaus deutlich.

Wie bereits berichtet, plant die Firma Groga aus Wilster (Investor am Gerberplatz), den Discounter an der Spitze der Reuterstraße, im Einmündungsbereich der Lohe, anzusiedeln. Dafür wurden bereits mehrere Grundstücke angekauft, beziehungsweise Verhandlungen geführt. Man sei sich einig, so Groth, dem von Politikerseite grünes Licht für die weiteren Planungen gegeben wurde. Geht nun alles klar, könnte der neue Markt bereits im Sommer 2013 eröffnen, wobei die Bauphase selber die kürzeste ist in dem zeitlich langen Procedere zur Realisierung des Vorhabens. Viele Vorschriften - unter anderem eine Bürgerbeteiligung - sind einzuhalten, bevor der erste Stein gesetzt werden kann.

SPD, CDU, BfB und FDP waren sich aber einig, das Projekt zügig begleiten zu wollen. Zu wichtig ist den Politikern die Verbesserung der Nahversorgungssituation in diesem Gebiet. Und weil es eine Verlegung des Marktes vom Kleinen Sand ist, führte Stadtplaner Henning Trepkau im Verlaufe der Sitzung an, entstehe auch kein zusätzlicher Discounter. Wie wir ebenfalls bereits berichtet haben, soll der Aldimarkt am Kleinen Sand geschlossen werden. Die „großzügige Begleitung“ hielt die Politiker jedoch nicht davon ab, einige eigene „Duftmarken“ zu setzen. So folgten sie nach Hinweis des Stadtplaners der Idee, die Fassade ansprechend und nicht im „bewährten“ Einheitsgrau zu gestalten. Aldi sei durchaus bereit, sich an städtebaulichen Vorgaben zu orientieren, so Trepkau. Als Beispiel für einen schicken Aldimarkt wurde der Neubau in Brunsbüttel angeführt. Klotzen, nicht kleckern. Wer diese Devise verfolgt, kann aufholen, was jahrelang versäumt wurde. Die Frage ist nur, wie und wo geklotzt werden sollte.

Die BFB-Fraktion brachte den Stein ins Rollen. Wenn man dort jetzt schon plane, könne man doch auch verkehrlich neu gestalten. Warum nicht einen Kreisverkehrsplatz im Bereich der Lohe, Reuterstraße, Heidweg ins Auge fassen? Dr. Michael Seegelke erinnerte an einen entsprechenden Antrag vom diesmal verhinderten Bauausschussmitglied Carsten Harms zum Spreckel. Er wolle das gerne prüfen, da die Bundesstraße aber Eigentum des Bundes sei, müsse aus Berlin erst einmal grünes Licht dafür gegeben werden, so Trepkau. Ein Kreisverkehrsplatz kostet etwa 250000 Euro.

Der Stadtplaner regte an, auch noch einmal über die Verlegung der Bundesstraße über die Reuterstraße nachzudenken. Auch diese Möglichkeit wolle er gerne mit Berlin erörtern. So soll’s nun gemacht werden, trotz der Bedenken von Andreas Stief (CDU-Fraktion). Der wies darauf hin, dass die Schikane in Höhe der Lohe/Reuterstraße seinerzeit gebaut worden sei, um die Mühlenstraße und damit die Altstadt vor zuviel (Lkw)Verkehr zu bewahren. Mit einem Kreisel würde man dieses bewährte System der Unterordnung wieder aufheben.

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erstellt am 04.Mai.2012 | 22:57 Uhr

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