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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 10:00 Uhr

Handball : Pokal-Aus mit viel Applaus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nachdem die Zweitliga-Fußballer des FC St. Pauli am Montagabend gegen Fürth mit 0:1 verloren hatten, haderten sie mit dem Schiedsrichter. Mehr Glück mit den Referee-Entscheidungen hatten 24 Stunden später die Handballer des Kiez-Klubs, die im HHV-Pokal-Viertelfinale bei der 1. männlichen A-Jugend des Tus Esingen zu Gast waren. In einem packenden Pokal-Kampf behielt der Herren-Oberligist laut Spielberichtsbogen knapp mit 22:21 die Oberhand beim A-Jugend-Bundesligisten. Danach klagten die Tornescher A-Junioren, die als die offiziell 3. Männer-Mannschaft ihres Vereins am Erwachsenen-Pokal teilnehmen durften, über ein unausgewogenes Strafmaß der beiden Unparteiischen.

In der Tat erwiesen sich Norbert Jäger und Stephan Kempe (TSV Ellerbek) nicht gerade als Heim-Schiedsrichter, sondern verhängten gleich sieben Zeitstrafen gegen die Esinger (Hannes Haas bekam bei seiner dritten Hinausstellung „Rot“). Dagegen kassierten die Gäste, deren körperlich zumeist überlegene Spieler mindestens genauso kräftig hinlangten, nur eine einzige Zeitstrafe. „Der Fairplay-Punkt geht wohl an St. Pauli“, sagte Claas-Peter Schütt, der die Esinger A-Jugend zusammen mit Till Krügel trainiert und präzisierte: „Wir haben für diverse Vergehen gleich eine Zeitstrafe bekommen, und der Gegner eben nicht ...“

Die Esinger erwischten einen Traumstart und führten nach acht Minuten mit 3:0, ehe auch die Hamburger trafen. Beim 5:5 gab es erstmals einen ausgeglichenen Spielstand. Kurz vor der Pause glich der erneut starke Thore Gier zum 13:13 aus – bevor der Ball im Netz zappelte, hatte Krügel allerdings bereits seine Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch gelegt, um eine Auszeit zu nehmen, weshalb der Treffer nicht mehr zählte. Der anschließend von Krügel vorgegebene Spielzug misslang, so dass es zur Pause 12:13 stand.

Nach dem Seitenwechsel zogen die Gäste auf 13:17 davon. Kurios war, dass der Sekretär auf dem Spielberichtsbogen danach einen Sprung auf 14:18 machte – da die Anzeigetafel defekt war, fiel dieser Fehler nicht sofort auf. Die Möglichkeit, einen Protest gegen die Spielwertung einzulegen, ist für die Esinger aber kaum gegeben.

Die Heim-Sieben kämpfte sich noch einmal stark ins Spiel zurück. „Wir waren die bessere Mannschaft“, lobte Schütt. Nach dem 17:17 (43.) gab es eine packende Abwehrschlacht. TuS-Torwart Niklas Beckemeyer parierte wiederholt stark, kassierte aber in der vorletzten Minute das 21:22. Gier gab von halbrechts noch einen Torwurf ab, verpasste aber das 22:22, das die Verlängerung bedeutet hätte. Auch so gab es von den Zuschauern lautstarken Applaus für die TuS-Talente und Schütt betonte: „Mit unserer Leistung können wir sehr zufrieden sein!“

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erstellt am 18.Feb.2015 | 21:12 Uhr

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