vr Bank : Platz zum Atemholen

4251983_800x491_54889d3465be3.jpg

Die Bürgerstiftung VR Bank Pinneberg unterstützt in diesem Jahr den Hamburger Kupferhof als Leuchtturmprojekt mit 5000 Euro. Vor dem adventlichen Kaffeetrinken am Dienstag, zu dem die Stiftung traditionell alle Treuhandstifter einlädt, überreichte Banken- und Stiftungsvorstandsmitglied Uwe Augustin einen symbolischen Scheck.

Avatar_shz von
10. Dezember 2014, 20:19 Uhr

46 Projekte hat die Bürgerstiftung in diesem Jahr finanziell gefördert, darunter auch zahlreiche Sportvereine. Grundlage ist die neue Sportförderung der Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Kreissportverband. „Im Mittelpunkt steht die Förderung besonders neuer Sportarten in den Vereinen, zum Beispiel für Senioren“, sagte Stiftungsberaterin Bettina Fischer.

Die Junge Presse Pinneberg konnte mit Hilfe der Bürgerstiftung ein Filmprojekt realisieren, in dem die zunehmende Verschuldung von Jugendlichen thematisiert wird. Ein Projekt allerdings überragt sie alle, hat eine enorme Breitenwirkung und Strahlkraft – eben wie ein Leuchtturm: die Hilfe für den neuen Kupferhof in Hamburg.

Das Haus nimmt für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen jährlich schwer behinderte Kinder und Jugendliche mit oder ohne Familien auf, wenn die Angehörigen eine Auszeit von der belastenden Pflege brauchen. Schon im Jahr der Eröffnung (Mai 2013) wurde 350 Familien geholfen. Um die Bewohner der zwölf Kinderzimmer kümmern sich 35 Pflegekräfte, Pädagogen und Therapeuten. Den Angehörigen stehen 14 Familienzimmer zur Verfügung. „Der Zulauf ist enorm, wir haben eine Auslastung von 100 Prozent“, sagte Steffen Schumann, Vorsitzender des Fördervereins Hände für Kinder. Er und seine Frau haben das Projekt ins Leben gerufen, überwanden dafür enorme Hindernisse und gingen nicht selten an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Sie taten es für Noah, ihren heute neun Jahre alten Sohn, der mit dem äußerst seltenen Marschall-Smith-Syndrom zur Welt kam.

Er ist körperlich wie geistig schwerst behindert und ständig auf medizinische Betreuung angewiesen. „Man braucht dann ab und zu eine Auszeit von der aufreibenden Pflege, um wieder Kraft zu schöpfen und sich auch mal intensiv um die anderen Kinder kümmern zu können“, sagte Steffen Schumann, der noch zwei weitere Kinder im Alter von 17 und 15 Jahren hat.

Der Verein ist zur Finanzierung des Hauses dringend auf Spenden wie die der Stiftung angewiesen. Wer Mitglied werden oder die Arbeit mit einer Spende unterstützen möchte, findet alle Informationen im Internet unter www.haendefuekinder.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert