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Hauptausschuss : Platz für Flüchtlingsunterkünfte

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dass auf einem städtischen Grundstück am Gärtnerweg Ecke Borstelweg ohne ihr Wissen ein Abrissbagger tätig wurde, hat die Politiker von CDU, SPD und FDP in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses auf den Plan gerufen. .

„Wer hat den Abriss des Hauses beschlossen?“, wollte der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon von Bürgermeister Roland Krügel wissen. Das seit Jahren nicht mehr bewohnte und auch für die Unterbringung von Flüchtlingen nicht geeignete Haus direkt an der Bahnlinie ist nach Verwaltungsentscheidung abgerissen worden. „Das Grundstück wurde seit Jahren nicht genutzt, das Haus war unbewohnbar. Eine Sanierung hätte 300000 Euro gekostet. Ein Abriss war auch aus Sicherheitsgründen gegeben“, so Bürgermeister Roland Krügel. So einfach nahm der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon die Antwort jedoch nicht hin. „Wir hatten festgestellt, dass, wenn das Haus abgerissen ist, dort nicht mehr gebaut werden kann. Vielleicht hätte man das Grundstück mit dem Haus doch verkaufen oder anderweitig nutzen können“, so Christopher Radon. Vor zwei Jahren hatten Politik und Verwaltung laut darüber nachgedacht, das vor 30 Jahren als Jugendhaus und danach als Wohnhaus für Asylbewerber genutzte Gebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen zu sanieren. Der Gedanke wurde aber fallen gelassen, nachdem erste Kostenschätzungen vorlagen.

„Wir werden das Grundstück so herrichten, dass dort die Aufstellung von Wohncontainern für Flüchtlinge möglich wird“, kündigte Bürgermeister Roland Krügel an. Dazu kam von den Politikern kein Einwand, doch von allen Seiten nochmals Kritik. „Hätten wir nicht gefragt werden müssen? Jetzt stehen wir vor vollendeten Tatsachen“, machte Christopher Radon deutlich. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Gunnar Werner merkte an: „Wir hätten wenigstens vor dem Einsatz der Bagger eine Information gewollt.“ Und die SPD-Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Hauptausschusses Verena Fischer-Neumann fasste zusammen: „Wir halten fest, der Hauptausschuss äußerst sich kritisch zu dem erfolgten Abriss des städtischen Hauses am Gärtnerweg. Wir wären gerne eingebunden worden.“

u Immobilienankauf und Neubau für Flüchtlinge

SPD-Ratsherr Manfred Mörker wiederholte in der Sitzung des Hauptausschusses seine bereits in der Sitzung des Bauausschusses an die Verwaltung gestellte Bitte, eine Auflistung zu erhalten, wo und wie lange Flüchtlinge in Tornesch untergebracht sind. In nicht öffentlicher Beratung hatten sich die Politiker über den Ankauf weiterer Immobilien für die Flüchtlingsunterbringung verständigt sowie über den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Wohnungen für Flüchtlinge und andere Mieter.

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erstellt am 15.Feb.2016 | 21:45 Uhr

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