Fußball : Platz drei zurückerobert

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Das Verfolgerduell der Frauen-Verbandsliga zwischen den Frauen des FC Union Tornesch und dem SC Vier- und Marschlande begann am Sonntagvormittag zwölf Minuten später, weil zwei Gäste-Spielerinnen eine falsche Adresse in ihr Navigationsgerät eingegeben hatten.

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21. November 2012, 20:20 Uhr

Als der Ball dann auf dem Grandplatz an der Friedlandstraße endlich rollte, fanden die Tornescherinnen zunächst überhaupt nicht richtig in die Partie. „Wir haben eine sauschlechte erste Halbzeit gespielt“, fand FCU-Coach Detlef Arndt deutliche Worte und ergänzte: „Wir haben auf allen Positionen enttäuscht – nur Benita Thiel im Tor hat hervorragend gehalten!“

Nachdem der erste Torschuss der SCVM-Frauen, abgefeuert vom Strafraumeck aus, an den Innenpfosten sprang (5.), verhinderte Thiel, eigentlich Keeperin der Union-B-Juniorinnen, wiederholt mit starken Paraden einen Rückstand. „Wenn wir zur Pause mit 0:3 oder 0:4 zurückgelegen hätten, hätten wir uns nicht beschweren können“, gab Arndt zu und fand in der Halbzeit nicht nur deutliche Worte, sondern nahm auch Umstellungen vor. So wurde Janina Haye nach vorne gezogen, um durch die frühere Erstliga-Spielerin torgefährlicher zu werden. Und diese Maßnahme fruchtete prompt: Haye legte nach einem Steilpass von Kristin Mangold von rechts aus quer und am langen Pfosten schoss Jennifer Dreier freistehend zum 1:0 ein (51.).

Die SCVM-Frauen verloren nach diesem überraschenden Rückstand kurzzeitig die Ordnung, was die Gastgeberinnen eiskalt ausnutzten, um einen Doppelschlag zu landen: Nach einem Freistoß leitete Nele Grzenkowitz den Ball schnell weiter zu Haye, die aus fünf Metern zum 2:0 einschoss (56.). Das Team von Vier- und Marschlande gab sich damit aber noch nicht geschlagen, sondern griff weiter forsch an. Sarah Büscher verursachte einen Foulelfmeter – und Thiel wehrte den von Naina Fiebranz links halbhoch geschossenen Strafstoß ab (70.). Fünf Minuten vor dem Abpfiff hatte Thiel dann Pech, als ein Gäste-Schuss durch ihre Beine ging und zum 2:1 im Netz landete, doch es reichte zum Heimsieg. „Wir haben das nötige Quäntchen Glück gehabt, denn aufgrund der ersten Halbzeit waren wir eigentlich die schlechtere Mannschaft“, analysierte Arndt, dessen Elf sich durch den 2:1-Erfolg den dritten Tabellenmplatz vom SCVM zurückeroberte.

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