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Fritz-Reuter-Schule : Plattdeutsch verbindet Generationen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Alle zwei Jahre ruft der Schleswig-Holsteinische Heimatbund die Schulen des Landes auf, sich am Vorlesewettbewerb „Schölers leest Platt“ zu beteiligen. Das Motto des Wettbewerbs 2013/2014 lautet „Ik bün dorbi“. Und die Fritz-Reuter-Schule war „dorbi“. 18 Mädchen und Jungen aus den beiden vierten Klassen hatten Interesse gezeigt. Die Hälfte von ihnen hielt durch, übte seit November einmal in der Woche mit den ehrenamtlichen Plattdeutsch-Trainern Karsten-Uwe Stolz und Manfred Göttsch und stellte sich nun der Prüfung.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 21:51 Uhr

Sieger des Wettbewerbs an der Schule wurde Kira Schubert aus der Klasse 4b. Die Neunjährige hatte, wie die anderen Mädchen und Jungen auch, den Text „Ümmer op de Lütten“ aus dem Leseheft „Schölers leest Platt“ vorgelesen. Die Jury, der die plattdeutsch sprechenden Tornescherinnen Maria Rieper, Gerda Mahncke, Erika Schering und Antje Hachmann angehörten, waren von ihrem Vortrag besonders angetan.

„Da hat alles gestimmt. Nicht nur die Aussprache, auch die Betonung“, so das Lob der Jury. Zuhause spricht Kira nicht plattdeutsch, aber in der zweiten Klasse habe sie schon einmal ein Gedicht op Platt aufgesagt, erzählt sie. Die Jury-Mitglieder, die Plattdeutsch-Trainer und Lehrerin Sabine Waller, die den Plattdeutsch-Vorlesewettbewerb an der Fritz-Reuter-Schule initiiert hatte, lobten aber auch die anderen Teilnehmer. „Es gibt keine Verlierer. Ihr ward alle toll und habt Mut gezeigt, vor der Jury und euren Klassenkameraden plattdeutsch vorzulesen“, betonte auch Schulleiterin Gudrun Rechter.

Für alle neun Teilnehmer am Vorlesen op Platt gab es Urkunden und kleine Präsente. Siegerin Kira und auch einige der anderen Teilnehmer wie Hanna, Linnéa, Larissa oder Mats, die mit ihren Groß- beziehungsweise Urgroßeltern ab und zu ein bisschen op Platt snacken, haben bereits Interesse bekundet, sich an einer Plattdeutsch-Arbeitsgemeinschaft zu beteiligen, die Lehrerin Sabine Waller ins Leben rufen möchte. Auch die ehrenamtlichen Vorlese-Trainer bei dem Wettbewerb Karsten-Uwe Stolz und Manfred Göttsch – von beiden besuchen Enkelkinder die Fritz-Reuter-Schule – wollen die Arbeitsgemeinschaft unterstützen und damit einen Beitrag zum Erhalt der plattdeutschen Sprache leisten und op Platt Brücken zwischen Alt und Jung bauen.

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