1. Einbürgerungsfeier : Plattdeutsch trifft auf Türkisch

„Wor de Möwen schrieen gell int Stormgebrus, dor is mine Heimat, dor bün ick to Hus“. Spätestens als die Sängerin Anna Haentjens das plattdeutsche Friesenlied anstimmte, wurde allen Anwesenden der Einbürgerungsfeier in Elmshorn klar, was für einen weiten Weg die neuen deutschen Staatsbürger hinter sich gebracht hatten. Sie kommen aus Thailand, Russland und der Türkei und haben sich entschieden, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen. Um sie in ihrer neuen Heimat willkommen zu heißen, hatte die Stadt Elmshorn sie zum ersten Mal zu einer offiziellen Feier zusammengerufen; nicht zu einem steifen Rathausempfang, sondern in lockerer Atmosphäre im historischen Speichergebäude des Industriemuseums.

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12. Februar 2013, 21:07 Uhr

Über 80 Personen waren der Einladung der Koordinatorin für Integration, Allegra Tekleab, gefolgt. „Ich bin bewegt und aufgeregt. Ich hatte nicht mit einer so großen Resonanz von Ihnen gerechnet. Aber für uns alle ist es ein emotionaler Moment: Sie sind jetzt deutsche Staatsbürger“, sagte Allegra Tekleab in ihrer Begrüßung. Unter den Gästen waren auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann und die Bürgermeisterin der Stadt, Brigitte Fronzek.

Sie rief die Neubürger in ihrer Rede zum aktiven Mitgestalten auf: „Machen Sie mit beim Abenteuer Demokratie!“. Eine Möglichkeit, sich zu engagieren ist das neugegründete „Forum der Vielfalt“, das die stellvertretende Vorsitzende, die Estin Liilika Mahanssur-Aller, vorstellte. Das Forum will Menschen mit Migrationshintergrund ebenso wie Deutsche zum Mitmachen anregen. Das nächste Treffen findet am 20. März ab 19 Uhr im Elmshorner Rathaus statt.

Ein Diavortrag zum Thema „Elmshorn – gestern und heute“ des ehemaligen Stadtarchivmitarbeiters Arno Freudenhammer rundete die Feier ab.

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