Lesefest : Plattdeutsch als Kulturgut bewahren

Ihr Interesse, die plattdeutsche Sprache aktiv zu pflegen und damit auch für die nächste Generation zu bewahren, stellten die Mitglieder der plattdüütschen Krinks der Kulturgemeinschaft bei ihrem mittlerweile achten Lesenachmittag op Platt wieder anschaulich unter Beweis.

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13. November 2013, 20:26 Uhr

Mit humorvollen, aber auch nachdenklichen Texten und Geschichten der Plattdeutsch-Autoren Gert Spiekermann, Raimer Bull, Jan Brass, Günter Timm, Annetta Schulz, Frauke Petershagen und Mathias Stührwoldt erfreuten die plattdeutsch sprechenden erwachsenen und jungen Krinkmitglieder ihr zahlreich im Heimathaus erschienenes Publikum.

Bevor gelesen, gespielt und zugehört wurde, gab es jedoch erst einmal Kaffee und Kuchen. Die Mitgestalter des Programms hatten die Tische eingedeckt und den Kuchen selbst gebacken. Und so wurde bereits bei Kaffee und Kuchen gemütlich „op Platt ge-snackt“. Im Wechsel traten dann jeweils Mitglieder des Erwachsenen-Krinks und des Kinder- und Jugendkrinks an das Lesepult. Auch eigene Texte wurden vorgetragen. So schmunzelten die Besucher über die Hamburg-Erlebnisse der älteren Dame „Emmi“ und deren Fazit, dass Hamburg viel zu anstrengend sei. Die Geschichte hatte Hannelore Körner, Leiterin des Kinder- und Jugendkrinks, geschrieben und vorgetragen. Auch für Klaus Weiland und seine Geschichte „Dat Telefonbook“ oder den von Krink-Mitglied Erika Schütt vom Hochdeutschen ins Plattdeutsche übertragenen Reim „Dat Öller“ gab es viel Beifall.

Ganz besonders erfreuten jedoch die neun Kinder und Jugendlichen, die unter Leitung von Hannelore Körner auch zwei Sketche einstudiert hatten, die Veranstaltungsbesucher. Bei „De Rekenopgaav“ stellten Svenja Cordts (Tochter), Sonja Reinheimer (Mutter) und Nick Schlapkohl (Vater) nicht nur unter Beweis, wie gut sie platteutsch sprechen können, sondern brillierten auch mit schauspielerischem Talent.

Uwe Ullmann, der Leiter des Erwachsenen-Krinks, hatte zu Beginn allen viel Spaß gewünscht. Und den hatten die Freunde der plattdeutschen Sprache auch diesmal. Im nächsten Jahr wird es ein Wiedersehen und den neunten plattdeutschen Lesenachmittag geben.

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