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Kreisumwelttage 2013 : „Plastic Planet“ – problematisches Produkt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Erfindung des Kunststoffs am Anfang des 20. Jahrhunderts hat den Alltag für alle tiefgreifend verändert: Die Menschheit lebt inmitten von Plastik. Kunststoffe sind vielseitig verwendbar: Plastikverpackungen, Plastikflaschen und -tüten, Spielsachen, Autoteile, Laptops, Kunstfaserkleidung und vieles mehr besteht aus diesem „organischen Polymer“.

Der enorme Anwendungsbereich und die Stabilität (Plastik ist biologisch nicht abbaubar), die mit Kunststoffen erreicht werden kann, hat aber auch dazu geführt, dass Plastik ein gefährlicher und langer Begleiter auf der Erde geworden ist. So braucht eine Babywindel zum Beispiel mehr als 300 Jahre, um zu verrotten, ein Kaugummi immerhin noch fünf Jahre. Auch für die Tiere ist Plastik gefährlich: So sterben etwa eine Million Seevögel im Jahr, weil sie irrtümlicherweise Plastikteile als Nahrung aufnehmen. An manchen Stellen im Meer gibt es sechsmal soviel Plastik wie Plankton!

Was kann der Mensch tun, um bewusster mit dieser Problematik umzugehen und so Plastik zumindest zu reduzieren, besser sogar noch zu vermeiden?

Als Auftakt der Kreis-Umwelt-Tage 2013, die unter dem Motto „Klimaschutz – Wir machen mit!“ in der Zeit vom 10. bis 21. Juni stattfinden, wird im Burg-Kinocenter am Montag, 10. Juni, der Kinofilm „Plastic Planet“ gezeigt. Das ist ein unterhaltsamer aber auch aufrüttelnder Film, der sich mit der Bedrohung der Umwelt und den Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere und letztlich auch den Menschen durch das „Plastikzeitalter“ auseinandersetzt. Der Film, der um 11 Uhr beginnt, zeigt, wie selbstverständlich die Menschheit in Unmengen von Plastik lebt. Verblüfft können die Besucher zuschauen, wie Familien in allen Weltgegenden Habseligkeiten aus Plastik vor ihren Türen auftürmen. Gleichzeitig startet ein Kreativwettbewerb „Entwerfen statt wegwerfen“. Gruppen in Kindergärten und Schulen aber auch Einzelpersonen sind eingeladen, sich kreativ mit dem Thema „Welche Auswirkungen hat der Plastikmüll für unsere Umwelt und was können wir dagegen tun?“ auseinanderzusetzen. Alle Methoden zur Gestaltung sind erlaubt, so können Geschichten geschrieben oder Comics gezeichnet, Videos gedreht oder Songs geschrieben oder Collagen, Bilder und Fotos gestaltet werden. Auch Spielzeuge, Schmuck und Kunstwerke aus Müll können entworfen werden. Die Beiträge können bis zum 30. September bei der Leitstelle Klimaschutz des Kreises Pinneberg (Kreishaus, Kurt-Wagener-Straße 11, 25337 Elmshorn) abgegeben werden.

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erstellt am 07.Jun.2013 | 21:08 Uhr

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