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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 03:38 Uhr

Gaspipeline : Planungen kommen voran

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Planungen für eine Gaspipeline zwischen Wedel und Hetlingen sind kräftig voran getrieben worden, konnten die Projektleiter Timo Stampe (Vattenfall) und Heike Witzel (Stadtwerke Wedel) während eines Informationsgesprächs verkünden, das für Pressevertreter und interessierte Bürger gestern organisiert worden war.

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2014 | 20:29 Uhr

Mit der Leitung soll das von Vattenfall in der Rolandstadt geplante Gas- und Dampfturbinenkraftwerk seinen Brennstoff erhalten. Es kommt aus den Rohren der Gasunie, die derzeit zwischen Hetlingen und Lühesand eine neuen Elbdüker errichtet. Vattenfall holte die Stadtwerke als regionaler Unterstützer für die Planung mit ins Boot. So konnte bereits die Zustimmungen aller Grundstückseigentümer eingeholt werden, sagte der Vattenfall-Mann. Demnächst werde man noch mit Wedel und Holm Kontakt aufzunehmen, um die Trassenführung auf dem öffentlichen Grund abzustimmen.

An dem bereits bekannten Verlauf hat sich nach Aussage von Stampe nichts Wesentliches geändert. In Hetlingen im Bereich Lanner wird der Übergabepunkt errichtet. Für das Gebäude gibt es bereits einen positiven Bescheid auf eine Bauvoranfrage. Die Leitung verläuft dann südlich von Holm in Richtung B431, kreuzt die Straße, verläuft nordwestlich der Rolandstadt und wird über das Autal Richtung Kraftwerk geführt.

Die Trasse hat eine Länge von zwölf Kilometern. Die Bauzeit soll zwei Jahre dauern, „konservativ gerechnet“, so der Projektleiter. Die Kosten schätzt er ziemlich vage zwischen zehn und 20 Millionen Euro. Verlegt wird ein 30 Zentimeter dickes Rohr aus Spezialstahl. Je nach den örtlichen Gegebenheiten muss ein Graben geöffnet werden oder die Leitung wird durch den Boden geschossen.

Mindestens 80 Zentimeter tief muss die Leitung liegen. Hauptsächlich wird sie zwischen einem und 1,20 Metern verlegt. In besonderen Fällen muss es bis auf 3,50 Meter abgesenkt werden. Das Gas fließt mit bis zu 84 bar durch die Leitung. Der Betriebsdruck liegt bei 25 bis 60 bar.

Allerdings ist noch nicht klar, ob der Abnehmer, das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GUD) überhaupt gebaut wird. Damit steht und fällt auch das Projekt der Gasleitung. Das Innovationskraftwerk ist in Verträgen zwischen Vattenfall und der Freie und Hansestadt nicht rechtsverbindlich festgeschrieben, sondern nur beabsichtigt. Derzeit lässt die Hamburger Verwaltung an Studien arbeiten, berichtet Stampe. Eine weitere Versorgung der zehntausende Haushalte im Westen der Stadt mit Fernwärme aus dem alten Wedeler Kohlekraftwerk wäre eine Option. Entschieden wird, so hat die regierende SPD angekündigt, erst nach der Bürgerschaftswahl am 15. Februar 2015.

www.innovations-kraftwerk-wedel.de

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