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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 20:11 Uhr

Suedlink : Plädoyer für Erdverkabelung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Eine Hauptschlagader der Energiewende“ soll die Höchstleistungstrasse „SuedLink“ werden, erklärte Umweltminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) am Beginn eine Bürgerinformationsveranstaltung in der Halle An’n Himmelsbarg in Moorrege. In Schleswig-Holstein sind die Kreise Steinburg und Pinneberg von den Planungen betroffen. Bürger und Kommunalpolitiker nutzen die Chance, um Fragen zu dem XXL-Trasse zu stellen.

shz.de von
erstellt am 05.Sep.2014 | 18:45 Uhr

Der stellvertretende Hetlinger Bürgermeister Michael Rahn wollte wissen, ob Landwirtschaft über einer Erdleitung möglich sei. Da das Kabel mit einer Überdeckung von 1,7 bis 1,8 Meter verlegt werde, sei es möglich, antworte Gesamtprojektleiter Dr. Christoph Thiel. Bäume dürften nicht gepflanzt werden und jederzeit müsse ein Zugang gewährleistet sein. Nicht beantwortet wurde Rahns Frage, in welchem Abstand zur Elbe der Düker beginnen soll.

Nach der Sitzung kritisierte der Neuendeicher Bürgermeister Reinhard Pliquet das von Tennet vorgelegte Informationsmaterial. Mehrere Fehler habe er gefunden. So sei zum Beispiel der Pferdehof von Rönne am Oberrecht nicht in den Karten eingezeichnet gewesen. „Da muss Tennet nacharbeiten“, steht für Pliquet fest.

Der Hof befindet sich in einem Bereich, in dem sich Planungsprobleme abzeichnen. Die Mega-Leitung soll dort die Pinnau queren. Allerdings gibt es schon drei Stromtrassen, die sich teilweise überlagern. Von Bürgern wurde als Lösung der Bau eines Dükers vorgeschlagen.

Ihnen wurde von Seiten der Planer entgegen gehalten, dass dazu derzeit noch keine Entscheidung notwendig ist. Erst wenn das Votum für eine Trasse durch die Bundesnetzagentur gefallen ist, beginnt das Planfeststellungsverfahren und dann wird über Erdverkabelung entscheiden.

Widersprüchlich, was Lex Hartmann von Tennet dazu äußerte. „Wir sind sehr für Erdkabel“, sagte das Mitglied der Geschäftsführung, um dann „ein paar Abers“ anzuschließen. Man verfüge noch über wenig Erfahrung im Gleichstrombereich. Die Produktionskapazitäten für Erdkabel sei noch sehr geschränkt. Letztlich ist es für Hartmann „eine politische Frage, denn aus seiner Sicht ist es vier bis achtmal so teuer wie Freileitungen.

„Ein ganz guter Eindruck konnte gewonnen werden“, bilanzierte der Pinneberger Landrat Oliver Stolz nach der Veranstaltung. Er geht davon aus, dass den Bürgern „einige Sorgen genommen wurden.“

www.suedlink.tennet.eu

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