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Initiative : Pino: Café, Treffpunkt und heimeliger Ort

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Hauswirtschafterinnen Fathya Alwan und Inna Kasatelli und Koch Matthias Schneider sind es, die dem diakonischen Café Pino in der Pinneberger Bahnhofstraße Seele geben. Unterstützt werden sie dabei von den Pinosauriern und der Café-Leitung. Diese Aufgabe hat Maike Kleber vor einigen Wochen übernommen. Damit liegen die Führung der Suchtberatung und des Sozialcafés jetzt erstmals in einer Hand.

Viel ändern will Maike Kleber nicht. Das Konzept stimme, das Café laufe gut. „Da wäre ich doch verrückt, wenn ich etwas ändern würde“, sagte sie. Lediglich das Frühstücks- und Kaffeegeschäft möchte sie ankurbeln. Nur ein wenig frische Farbe an den Wänden, dazu das eine oder andere neue Accessoire – mehr braucht es in ihren Augen nicht.

„Das Café ist ein Schatz, den ich zu Glänzen bringen möchte“, sagte sie gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Lesungen, Ausstellungen, vielleicht mal einen plattdeutschen Abend schweben ihr vor, um die schönen Räume des Cafés nachhaltig mit mehr Leben zu füllen.

Das 1998 in der Elmshorner Straße eröffnete und später umgezogene Café Pino ist eine Initiative gegen soziale Ausgrenzung, Isolation und Armut. Die Gerichte auf der feinen Speisekarte sind jeweils mit zwei Preisen versehen: Wer ausreichend Geld verdient, zahlt den regulären Preis, wirtschaftlich schwächer gestellte Menschen bekommen das gleiche Gericht für deutlich kleineres Geld.

Die Hoffnung der Initiatoren, das Café könnte sich eines Tages selber tragen, vor allem auch durch die regulär zahlenden Gäste, hat sich bislang nicht erfüllt. Und es gibt keine Anzeichen, dass sich daran in naher Zukunft etwas ändern wird. Dabei ist die Auslastung durchaus gut, die Mitarbeiter haben reichlich zu tun. „Um die Mittagszeit bekommen Sie hier keinen Platz mehr“, sagte Maike Kleber.

Kapazitäten gibt es dagegen noch zu den anderen Zeiten, weshalb Maike Kleber denn auch für das Café Pino als Treffpunkt für Elternabende, Vereinsvorstände oder gesellige Gruppen wirbt. Das Personal sei flexibel und bereit, auch außerhalb der Öffnungszeiten Gäste zu verwöhnen. „Das muss nur vorher geplant werden“, so Kleber.

Zu den liebsten Gästen gehören übrigens die Kinder. Für sie gibt es ein Mittagessen umsonst, den Pinosauriern sei Dank. Diese Gruppe gestandener Herren, die die Zeit nach dem aktiven Berufsleben in den Dienst der guten Sache stellen, sammelt Spenden für das Sozialcafé und steuert auch eigenes Kapital bei. Vierteljährlich bekommen sie die Rechnung für den Kinder-Mittagstisch und zahlen die Zeche. So um die 250 Essen sind es insgesamt jedes Jahr.

„Das Café ist ein Ort der Integration, und wir möchten, dass kein Kind ausgegrenzt wird“, sagte Pinosaurier Kurt Desselmann. Gedacht ist der Service für Kinder aus sozial schwachen Familien, „und wir gehen davon aus, dass niemand das Angebot missbraucht“, so Maike Kleber. Gefragt wird allerdings nicht danach, Kinder sind einfach willkommen. Außerdem beteiligen sich die Pinosaurier wieder an der Miete: 1000 Euro Mietzuschuss bekommt das Café Pino in diesem Jahr. Wer es den Pinosauriern gleichtun möchte, ist sehr willkommen. Spenden von Privatpersonen und Firmenbelegschaften zu diesem Zweck werden gerne angenommen.

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erstellt am 20.Feb.2014 | 18:25 Uhr

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