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Präsentation : Pinneberg hat ein rotes „P“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein roter Schriftzug, bei dem das „P“ in Pinneberg als Sprechblase ausgeführt ist ist das erste, was auffällt, wenn man sich die Türschilder im Pinneberger Rathaus oder das Briefpapier ansieht. Das ist aber nicht die Hauptsache.

Im Mittelpunkt der Bemühungen um ein besseres Image, hat die Stadt eine Kommunikationsagentur aus Baden-Württemberg damit beauftagt, gemeinsam mit dem Stadtmarketing Pinneberg ein einheitliches Markenkonzept zu entwerfen. Das hat mehrere Monate gedauert. Nun ist das Konzept fertig und soll allen Beteiligten und der Stadt als Grundlage in allem Fragen der Kommunikation dienen. Anleitung dazu erhält man im ganz neu entwickelten Pinneberger Markenhandbuch.

„Lächeln war gestern“ beschied Bürgermeisterin Urte Steinberg aller Arroganz und Häme, die sich Menschen mit dem „PI“ auf dem Auto immer gefallen lassen müssen. In Zukunft werde Gelächelt, wenn man nach Pinneberg kommt.

Angesichts der klammen Haushaltslage wurde das gesamte Konzept im „Low-Budget“-Verfahren realisiert. Heißt, zum Drucken der neu gestalteten Briefpapiere, Blocks und sonstiger Papierwaren wurde die eigene Druckerei bemüht, die sich unter dem Rathaus befindet. Die Vorarbeit am Computer übernahm sogar ein Praktikant. „Wir können dem Haushalt nicht viel zumuten, daher haben wir die Kosten so gering wie möglich gehalten. Dennoch lag der Fokus auf möglichst hoher Außenwirkung.“

Nach und nach werden in Pinnberg nun also alle Kommunikationsmittel den neuen Gestaltungsrichtlinien angepasst und entsprechend aufbereitet. Das alles sei eine große Herausforderung für die Stadt gewesen, so die Bürgermeisterin weiter. „Es war aber ein notwendiger Schritt, um uns für die Zukunft zu rüsten. Das einheitliche Erscheinungsbild ermöglicht es, geschlossen und als Einheit aufzutreten und von Bürgerinnen und Bürgern auch als solche wahrgenommen zu werden.“

Dirk Matthiessen zeigte sich ebenso glücklich über das neue Handbuch: „Zukünftig werden werbliche Maßnahmen für Veranstaltungen, Kampagnen und einzelne Projekte in einem einheitlichen Gestaltungsraster erscheinen“, so der Stadtmarketing-Chef.

Pinneberg leidet seit vielen Jahren an einem Schwund an gefühlter Attraktivität. Gebildete Menschen wandern ab, in die angrenzende Metropole Hamburg, wo sie sich mehr von der umfassenden Angebotspalette einer derartigen Metropole versprechen. Allerdings steht Pinneberg mit diesem Problem nicht alleine da. Viele Mittelstädte in Deutschland kämpfen mit dem Verlust von gut ausgebildeten Menschen, von denen vor allem den jungen Leuten Städte wie Pinneberg oder Elmshorn einfach nicht „hip“ genug sind. Hohe Mietpreise sind für dieses Klientel meist kein Problem, es wird allenthalben gut verdient.

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erstellt am 19.Nov.2014 | 19:57 Uhr

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