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Plattdeutscher Gottesdienst : Pingsten dütmal in de Kark in Seester

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Plattdeutsch ist eine liebevolle Sprache. Im Niederdeutschen klingt Hartes ganz weich und Barsches irgendwie nett. Und nach wie vor wird im Land zwischen den Meeren plattdeutsch gesprochen. Zunehmend auch wieder von jungen Leuten. Das ist nicht nur den vielen Familien zu verdanken, die der niederdeutschen Sprache nach wie vor verbunden sind, sondern auch der Liebe vieler ehrenamtlicher Lehrkräfte, die interessierte Schüler in der „Ursprache“ des Landes unterrichten. So darf man davon ausgehen, dass Plattdeutsch von immer mehr Menschen zumindest verstanden wird.

Darauf vertraut auch „de plattdüütsche Krink“ (oder Convent) der Pastoren Dr. Helmut Nagel, Dr. Bernd Andresen, Henning Matthiesen und Kirsten Ruwoldt. Seit zehn Jahren laden sie „to Pingsten“ zu einem plattdeutschen Gottesdienst ein und zwar kirchenkreisweit. Weil der inzwischen etwas größer geworden ist, schicken die Pastoren ihre Einladung jetzt auch in Richtung Hamburg, wissend, dass es solche besonderen Gottesdienste nicht oft gibt, aber sie auch von dort „Fans“ erwarten dürfen.

Der einzige plattdeutsche Pastorenconvent innerhalb der gesamten Nordkirche ist gegenwärtig dabei, den diesjährigen Gottesdienst „op Platt“ vorzubereiten. Wie gewohnt findet er am Pfingstmontag (9. Juni) statt und beginnt um 11 Uhr. Gefeiert wird er diesmal in Seester. Gastgeberin ist somit Pastorin Bettina Feddersen, die sich ebenfalls schon sehr auf das besondere Gottesdiensterlebnis freut. Sie wird im Anschluss an die Kirchzeit für die notwendigen „Zutaten“ eines Stehcafés sorgen. Buten, also vor der Kirche, insofern es Petrus zulässt. Schließlich hatte sich, wissen die Beteiligten, die Pfingstgemeinde zu urchristlicher Zeit ebenfalls unter freiem Himmel eingefunden und wurde dort vom Heiligen Geist überrascht.

Beim Pfingstgottesdienst in plattdeutscher Sprache wird stets ein Lied des niederdeutschen Gesangbuches „Op goden Kurs“ näher betrachtet und analysiert. Diesmal geht es um das Lied „Sonne der Gerechtigkeit“, das in der Predigt behandelt werden soll. Der Gottesdienst wird von Kirsten Ruwoldt (Uetersen), Bernd Andresen (Kummerfeld) und Helmut Nagel (Haseldorf) gemeinsam gestaltet. Die kirchenmusikalische Leitung liegt in den Händen des Moorreger Organisten Mitsuhiro Ikenoya.

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erstellt am 21.Mai.2014 | 19:44 Uhr

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