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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 03:39 Uhr

Gespräch : Pflegefamilien weiterhin gesucht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Fraktionsvorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Heike Beukelmann, besuchte gemeinsam mit dem Kreistagsabgeordneten Christian Saborowski und der Elmshorner Stadtverordneten Karla Fock das Kinderschutzhaus in Elmshorn. Gemeinsam wollte man sich über die laufende Arbeit der Initiative informieren.

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2013 | 21:11 Uhr

Zwar sind die Zahlen der Inobhutnahmen, also das Herausnehmen eines Kindes aus einer Familie von Amts wegen, auf einem zwar hohen, jedoch gleichbleibenden Niveau, allerdings ist der Anteil an Kindern, die aus Haushalten mit einem Alleinerziehenden stammen, auf rund 80 Prozent angestiegen. Und hier ist überdies eine steigende Tendenz zu verzeichnen. Für Heike Beukelmann ist diese Tatsache „besorgniserregend“. Diese Zahl zeige drastisch, welche negativen Folgen es für das Kind hat, wenn das alleinerziehende Elternteil im Alltag mit der Doppelbelastung einfach überfordert ist, so Beukelmann. Das Elmshorner Kinderschutzhaus hat sich zur Aufgabe gemacht, Kindern, die in Notsituationen sind, eine Zuflucht zu bieten. Oft genügt schon ein Krankenhausaufenthalt der alleinerziehenden Mutter, dass für die Kinder keinerlei Betreuung mehr sichergestellt ist, weil es weder Verwandte oder Freunde noch sonstige Bekannte gibt, die einspringen könnten.

Der Geschäftsführer des Kinderschutzhauses, Eckbert Jänisch betonte vor allem das Engagement der Bereitschaftspflegefamilien und forderte die Bürger im Kreis Pinneberg auf, sich hierfür zu bewerben. Besonders ältere Menschen mit Lebenserfahrung können den Kindern vorübergehend ein Zuhause bieten, wenn deren Eltern kurzfristig aufgrund einer Notsituation oder einer Krise oder auch aufgrund von schwerer Krankheit ausfallen. Für Interessierte gibt es am 4. April um 18 Uhr in Elmshorn (Gärtnerstraße 4) einen Informationsabend.

Christian Saborowski wies darauf hin, dass der Kreis Pinneberg für die Initiative rund 750000 Euro im Jahr zahle. „Das Geld geben wir gerne aus, weil wir das Projekt für wichtig erachten. Und wir werden uns dafür einsetzen, dass das so bleibt. Wenn wir sparen wollen, dann wollen wir an anderer Stelle sparen“, so Saborowski.

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