zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 00:02 Uhr

Bauarbeiten : Pflasterarbeiten im Außenbereich

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es wird wieder gebaut im Oberrecht direkt neben dem Zucht- und Ausbildungsstall von Sören von Rönne. Ein sensibler Bereich, weil Wasserschutz- und Landschaftsschutzgebiet! In diesem Fall aber entsteht kein Hochbau, sondern ein Parkplatz mit Stellflächen für 60 Autos. Genutzt werden soll er von Besuchern, die von Neuendeich aus eine Wanderung oder Radtour durch die Marsch beginnen, vor allem aber auch von Gästen des gegenüberliegenden Cafés.

shz.de von
erstellt am 23.Jul.2013 | 21:12 Uhr

Den einen oder anderen Ortskundigen dürften die Bauarbeiten auf der Wiesenfläche überrascht haben. Dennoch: Die Parkplätze entstehen mit ausdrücklicher Genehmigung der Kreis-Baubehörde, der Gemeinde, und sogar die Umweltschutzbehörde gab ihren Segen. Den verbanden die Umweltexperten allerdings mit Auflagen. Mit ihrem Okay lösten die Behörden ein prekäres Parkraum-Problem, das mit der Eröfnung des Cafés entstand. Betrieben wird es von einer Unternehmensgruppe, die in Hamburg unter anderem die Brauerei Gröninger und die Fischauktionshallen betreibt. An der Spitze steht Jens Stacklies, der mit seiner Familie in Holm lebt und enge Verbindungen nach Neuendeich hat. Ihm gehört auch das Land, auf dem jetzt die Stellflächen entstehen. „Die Gäste des Cafés parkten bislang immer am Fahrbahnrand und zerstörten so die Rabatten“, sagte Neuendeichs Bürgermeister Reinhard Pliquet. Dass eine Lösung gefunden werden musste, stand schon länger fest.

„Wir haben den Plänen unter der Maßgabe zugestimmt, dass die Parkplätze von allen Besuchern genutzt werden dürfen, also nicht nur von denen, die das Café ansteuern“, so Pliquet. Ein kluger Schachzug, denn damit war ein öffentliches Interesse gegeben, und die Gemeinde konnte dem Vorhaben zustimmen. Was sie dann auch tat!

Neuendeichs Bürgermeister erhofft sich dadurch eine Verbesserung für den Tourismus in der Region. Von hier aus, so Pliquet, könnten Touristen Wanderungen und Radtouren starten. „Der Bauherr lässt sogar eine Übersichtstafel aufstellen, der Besucher die Sehenswürdigkeiten entnehmen können.“ Darauf wolle die Gemeinde Neuendeich auch auf den kulturhistorischen Wanderweg hinweisen.

Kosten kommen auf das Dorf nicht zu. Die trägt der Bauherr. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises stimmte den Plänen nur unter der Voraussetzung zu, dass der Gastronom für Ausgleich sorgt. So wird der Platz eingegrünt, es sind überwiegend Rasengittersteine zu verwenden, um ein Versickern des Regenwassers zu gewährlisten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert