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Hauptversammlung : Peter Bröker neuer CDU-Chef

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seine Besorgnis über die Politikverdrossenheit der Menschen in Deutschland hat Wilfried Plüschau während der Hauptversammlung des CDU-Ortsverbands Haselau in Worte gefasst. „Die Menschen sind unzufrieden. Das bringt sie dazu, sich Pegida anzuschließen“, sagte er. Der Vorwurf des Vorsitzenden der Fachgruppe Obstbau im Landesbauernverband: Die Politik hat den Kontakt zu den Menschen verloren.

Landtagsabgeordneter Barbara Ostmeier kam die Aufgabe zu, auf die Vorwürfe, die sich mit den Themen Schuldenerlass für Griechenland und Mindestlohn gegen die CDU-Bundespolitik richteten, zu reagieren. Die Quintessenz: Wir müssen im Gespräch bleiben. Die teils recht lebhaft geführte Diskussion bildete den Mittelpunkt der Versammlung im „Haselauer Landhaus“, zu der sich 14 der 31 Mitglieder eingefunden hatten. Die eigentliche Tagesordnung wurde in aller Harmonie abgearbeitet. Einstimmig wählte die Versammlung Peter Bröker zum neuen Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Haselau. Er war der Wunschkandidat von Vorgänger Rolf Herrmann. „Ich werde demnächst 70 Jahre alt“, gab Herrmann als Grund an, nach vier Jahren nicht erneut als CDU-Chef kandidieren zu wollen. Er möchte sich zukünftig auf seine Aufgaben als Bürgermeister der Gemeinde konzentrieren.

Bröker ist erst 2013 in die CDU eingetreten. „Ich bin für die Trennung von Amt und Mandat“, sagte der 61 Jahre alte gebürtige Haselauer, der bis zu einer Pensionierung Bauamtsleiter in Uetersen war. Sein erklärtes Ziel: Er möchte Mitglieder gewinnen. Mit ihrem Mann zog sich auch Elisabeth-Juliane Herrmann nach zehn Jahren aus der Vorstandsarbeit zurück. Ihr Stellvertreterposten blieb unbesetzt. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden einzeln und in geheimer Wahl einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Zum Vorstand zählen Stellvertreterin und Schatzmeisterin Ulrike Wulff, Stellvertreter Marten Plüschau sowie Schriftführerin Zita Pasewald. In seinem Jahresbericht ließ Herrmann das vergangene Jahr Revue passieren (siehe Kasten). Nach dem Blick in die gewissenhaft geführte Kasse und auf den Kassenstand mit einem Guthaben von 4600 Euro, den Schatzmeisterin Ulrike Wulff gewährte, wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Eine der letzten Aufgaben von Herrmann war es, langjährige Mitglieder zu ehren. In Abwesenheit wurden Jan Behrens für 45-jährige, Rolf Erlemann für 40-jährige und Johann Früchtenicht für 30-jährige CDU-Mitgliedschaft ausgezeichnet. Persönlich konnte Herrmann Henry Kähler zu seiner 30-jährigen Mitgliedschaft und Otto Lienau zu seiner 40-jährigen Mitgliedschaft gratulieren.

Auf dem Veranstaltungskalender für das Jahr 2015 stehen ein Weinfest am 23. August auf dem Obsthof Plüschau, ein Weihnachtsmarkt am 6. Dezember, ebenfalls auf dem Obsthof Plüschau, sowie eine Schredderaktion am 14. November.

Rolf Herrmann ließ vergangenes Jahr Revue passieren

In seinem Jahresbericht erinnerte der scheidende CDU-Ortsverbandsvorsitzende Rolf Herrmann unter anderem an gemeinsame Veranstaltungen wie das Sommerfest und den Weihnachtsmarkt der CDU Haselau sowie an gemeinsame Aktivitäten wie eine Schredderaktion und die Teilnahme an der Aktion „Sauberes Schleswig-Holstein“. Auch politisch hat sich im vergangenen Jahr einiges in der Marschgemeinde getan. Weder mit den Ergebnissen der Regionalkonferenz zur Landesentwicklungsstrategie noch des Deichsicherheitsgesprächs im Kreis war Herrmann zufrieden. „Wir müssen dranbleiben“, sagte er. Dagegen konnte das in Auftrag gegebene Bauhofgutachten bereits in Teilen umgesetzt werden. Der Vorsitzende erwähnte die Umbenennung der Kindertagesstätte in „Elbeiche“ und konnte berichten, dass der Vertrag mit dem Träger der Tagesstätte vermutlich Ende März unterschrieben wird. Unter dem Stichwort „Familienfreundliches Haselau“ hat die Gemeinde eine Broschüre mit vielen hilfreichen Tipps herausgegeben – ein Angebot, das gerade Neubürger gern nutzen. Ein weiteres, mit einem QR-Code ausgestattetes Faltblatt richtet sich an Touristen. Es informiert über einen Rundweg und Sehenswertes der Umgebung. Sehr zufrieden äußerte sich Herrmann über die gute Wahlbeteiligung und die hervorragenden CDU-Vorort-Ergebnisse bei der Europawahl 2014. Dem Bedauern über die Schließung der Polizeistation in Haseldorf Ende Juli folgte die Erkenntnis, dass sich in der Praxis nicht viel geändert hat. Zuständig ist seitdem die Polizeistation Wedel. Der Vertrag, der seit 2007 die Verwaltungsgemeinschaft mit Uetersen regelt, läuft Ende 2016 aus. „Wir haben der Uetersener Verwaltung unsere Wünsche mitgeteilt und rechnen Anfang Mai mit einer Antwort“, so Herrmann.

Die Straßenbeleuchtung Haselaus konnte dank eines Förderprogramms des Bundes kostengünstig auf LED-Beleuchtung umgestellt werden. Die bauliche Entwicklung am Kleinen Landweg schreitet voran. „Der Entwurf steht fast“, konnte Herrmann seinen Parteifreunden vermelden.

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erstellt am 01.Mär.2015 | 22:04 Uhr

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