Fußball : Persson krönt Aufholjagd

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Verstärkt mit fünf Liga-Spielern gastierte der SV Hörnerkirchen II, Schlusslicht der Kreisklasse 4, am Sonntagmittag bei den 2. Herren des Heidgrabener SV. Als HSV-Coach Benjamin Köhnke noch nicht einmal auf seiner Bank Platz genommen hatte, gingen die Gäste bereits in Führung (2.). Pierre Schippmann vergab eine gute Chance zum schnellen 1:1 (5.).

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13. November 2012, 18:39 Uhr

In der neunten Minute fing HSV-Keeper Pascal Fritz einen Steilpass von „Höki“ ab; ein Gäste-Akteur übersprang Fritz, traf ihn dann aber mit seinem Fuß im Gesicht. „Das war volle Absicht“, erklärten Köhnke sowie HSV-Liga-Trainer Ove Hinrichsen, der unter den Zuschauern weilte. Schiedsrichter Ayhan Simsek (Sportfreunde Uetersen) ahndete die Aktion jedoch nicht. Nach zehnminütiger Behandlungspause musste Fritz ausgewechselt und vom Krankenwagen abgeholt werden; im Krankenhaus wurde die Platzwunde genäht. Simsek bot den Heidgrabenern an, die Partie abzubrechen, doch dies lehnte Köhnke ab. In Ermangelung eines Ersatz-Keepers wäre der Coach selbst ins Tor gegangen, stand aber nicht auf dem Spielberichtsbogen, weshalb Meher Ben Hiba diese Aufgabe übernahm. Nur 30 Sekunden später musste er den Ball bereits aus dem Netz holen – 0:2. „Danach wurde die Partie etwas ruhiger“, so Köhnke. Dann landete die verunglückte Linksflanke eines Hörnerkircheners zum 0:3 im langen Eck (39.). Den Stürmer, der Fritz verletzt hatte, hatte der SVH-Coach zuvor nach einer weiteren unfairen Aktion ausgewechselt.

In der 42. Minute gab es ein Lebenszeichen der Hausherren – und was für eines: Björn Deinert jagte einen Freistoß aus 25 Metern so genau in den Winkel, dass diesen Ball wohl auch kein Bundesliga-Torwart gehalten hätte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war es erneut Deinert, der nach einem Doppelpass mit Niko Anhorn mit seinem bereits zwölften Saisontor zum 2:3 verkürzte. „Im zweiten Durchgang hatten wir deutlich mehr Ballbesitz und unser Siegeswille war erkennbar“, lobte Köhnke. Von den Gästen kam zunächst gar nichts mehr, ehe sie zwei gefährliche Konter-Attacken fuhren – doch Aushilfskeeper Ben Hiba verhinderte mit zwei Weltklasse-Paraden das 2:4. In der 87. Minute schlug Schippmann eine Linksflanke auf Jan-Niklas Conrad, der zum 3:3 einköpfte.

In der 90. Minute kam es noch besser: Nach der nächsten Schippmann-Flanke kam Conrad erneut zum Kopfball, den der Keeper nicht festhielt; beim folgenden Getümmel im Fünfmeterraum jagte Flemming Persson den Ball zum 4:3-Siegtor ins Netz. „Das war sensationell“, war Köhnke nach der Aufholjagd begeistert.

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