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Uetersener Nachrichten

19. Dezember 2017 | 00:09 Uhr

Entscheidung : Partnerschaftsarbeit gestärkt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mehr als 20 Jahre nach Gründung des Vereins Selenogradsk wird die Partnerschaftsarbeit finanziell neu strukturiert. Ab 2016 bekommt der Verein, der den Kreis bei der Pflege der Partnerschaft zum russischen Rayon Selenogradsk unterstützt, ein jährliches Budget in Höhe von 8000 Euro.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2015 | 21:43 Uhr

Bislang musste der Vorstand für jedes geplante Projekt gesondert Gelder einwerben. Vereinsvorsitzende Gabriele Kascha begrüßte die Entscheidung des Kreistages. „Das ist ein deutlicher Vertrauensbeweis der Politik, setzt ein klares Zeichen und gibt uns Planungssicherheit“, sagte sie.

Schon länger gab es Überlegungen, den bürokratischen Aufwand zu minimieren und den Vereinsvorstand damit auch ein Stück weit zu entlasten. „Geld gab es immer, war aber jeweils bestimmten Themen wie zum Beispiel dem Schüleraustausch zugeordnet“, sagte Gabriele Kascha. Die Mittel konnten bislang nicht abgerufen werden, wenn zu eben jenen Themen keine Maßnahmen geplant wurden. „Mit einem Budget können wir weitaus sinnvoller und am Bedarf orientiert arbeiten“, so die Vereinsvorsitzende.

Zukünftig kann der Vorstand das Geld nach eigenen Vorstellungen einsetzen, muss sich dabei nur an die unter anderem in einem Zuwendungsvertrag mit dem Kreis Pinneberg hinterlegten Ziele der Partnerschaftsarbeit halten. Auf detaillierte Verwendungsnachweise wollen Verwaltung und Politik verzichten. Gefordert wird vom Vorstand lediglich eine grobe Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben. Zudem wird es regelmäßig Gespräche zwischen Vertretern des Kreises und des Vereins geben, um sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten. Ein weiterer Vorteil: Nicht verwendete Mittel können in das Folgejahr übertragen werden. Das versetzt den Verein in die Lage, etwa Geld für größere Maßnahmen anzusparen. „Die Entscheidung ist ein wichtiges Signal und zeigt, dass dem Kreis die Partnerschaft am Herzen liegt“, sagte Gabriele Kascha. Den aktiven Mitgliedern habe der Kreistag außerdem den Rücken gestärkt, das sei ein wunderbarer Lohn für das jahrelange Engagement. Auch mit der Summe ist die Vereinsvorsitzende zufrieden. „Der Kreis ist in einer finanziell schwierigen Lage, und deshalb können wir damit sehr gut leben.“

Die Initiative für die Neustrukturierung war schließlich von den Mitgliedern des Ältestenrates ausgegangen, die einen entsprechenden Antrag eingebracht hatten.

Grundsätzliche Zustimmung gab es allerdings quer durch alle Fraktionen bereits vor der offiziellen Abstimmung.

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