Regionalschule : Partnerschaft mit Schule in Tansania

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Weitgereiste Gäste sind derzeit in der Regionalschule, um zu schauen, wie Unterricht in Deutschland funktioniert. „Sehr freundlich“, so der erste Eindruck von Fred B. Minja, würden die Lehrer mit den Schülern umgehen. Man arbeite partnerschaftlich zusammen. Der Diakon und Pädagoge kam zusammen mit Pastor Jesse Samuel Kimaro aus Tansania nach Moorrege. Mit dem Besuch sollen die Beziehungen zwischen der RegMo und der „Kiumako Secondary School“ in Mrimbo in der Kilimandscharo-Area gestärkt werden.

shz.de von
27. Juni 2014, 21:18 Uhr

„Zu den Grundüberzeugungen in unserer Schule gehört der ,Blick über den Tellerrand’“, erklärt Rektorin Karen Frers. Schüler sollen wissen, wie ihre Altersgenossen in anderen Teilen der Welt leben. Regelmäßig gibt es an der Regionalschule Projekte, die sich mit Afrika beschäftigen.

Den Kontakt nach Tansania knüpfte Julia Overbeck. Während einer Fortbildung wurde auch der Verein „Rafiki“ vorgestellt. Der hat seinen Sitz in Kiel und unterstützt seit 2012 den Aufbau der Schule nahe des höchsten Berges Afrikas. Kooperationsspartner in Tansania ist eine evangelisch-lutherische Gemeinde, für die Jesse Samuel Kimaro und Fred B. Minja arbeiten.

Die Pädagogin reiste 2013 erstmals mit einer Gruppe aus Schleswig-Holstein nach Mrimbo. Die Einstellung der Schüler würde sich in beiden Ländern unterscheiden, berichtet sie. „Dort wollen sie unbedingt lernen“, sagt Julia Overbeck. Im Herbst wird sie zusammen mit vier Schülern den Tansaniern einen Gegenbesuch abstatten.

„Das Interesse war groß“, erklärt die Lehrerin, „wir mussten losen.“ Finanzielle Unterstützung gibt es zwar von Rafiki sowie der gemeinnützigen Gesellschaft „Engagement gobal“, doch die Reisekosten der Schüler müssen ihre Eltern übernehmen.

Die Vorfreude bei den Vieren ist riesig. Man informiert sich übers Internet. Von ihrem ersten Besuch weiß die Lehrerin, dass sich so manche in Deutschland weitverbreitete Ansichten dort in Luft auflösen. Zwar gebe es in der Schule nur Tisch und Bank für die Schüler, vielleicht auch Heft und Schreiber. Über Smartphones verfügen auch die Afrikaner. In der Schule wird derzeit kräftig diskutiert, was die Moorreger mitnehmen könnten. Für Julia Overbeck ist allerdings noch eine andere Frage sehr wichtig: „Was können wir von den Tansanier lernen?“ Sie ist sich sicher, dass der Besuch auf dem Schwarzen Kontinent auch Auswirkungen auf die Regionalschule haben wird. rafiki-mrimbo.de

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