FDP-Ratsherr Bernd Michaelsen : Parteipolitisches Geplänkel hemmt

Die politische Diskussion in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Soziales und der Ratsversammlung zum Bau der Sportanlage am Großen Moorweg, die bereits seit Langem als Ver-lagerung der FCU-Sportanlage Friedlandstraße von der Politik beschlossen ist und mit einer Soccerhalle zukunftsfähig und attraktiv über die Ortsgrenzen hinaus gestaltet werden soll, bezeichnet Bernd Michaelsen, FDP-Ratsherr und Mitglied des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales und Bildungswesen, als „parteipolitisches Geplänkel“, das er und seine Fraktion ablehnen.

shz.de von
06. Juli 2012, 21:20 Uhr

„Es ist doch allen Parteien und auch der Verwaltung klar, dass wir ein ausgewogenes und nachhaltiges finanzielles Konzept erarbeiten müssen, in dem auch die Rücklagen und Abschreibungen berücksichtigt werden. Der Sportpark in dieser Dimension ist politisch grundsätzlich gewollt und mehrheitlich beschlossen worden. Man kann den FCU mit der Umsetzung jedoch nicht alleine lassen“, macht Bernd Michaelsen deutlich. Für ihn und seine Fraktion ist wichtig, dass die richtige Reihenfolge bei der nun anstehenden Umsetzung des etwa 6 Millionen Euro umfassenden Projektes eingehalten wird.

Zuerst müsse die Verwaltung ermitteln und der Politik mitteilen, wie hoch die Einnahmen durch den Verkauf des Sportplatzgeländes Friedlandstraße ausfallen werden. Dann müsse die Verwaltung ein Finanzierungskonzept erstellen, das von der Politik mitgetragen werden kann und erst dann dürfe der erste Spatenstich am Großen Moorweg erfolgen, betont Bernd Michaelsen. „Es wäre ein riesiger Erfolg, wenn wir den Sportpark mit Socceranlage solide finanziert gemeinsam hinkriegen würden. Das Projekt hat Bedeutung für die Zukunft unserer Stadt. Durch ewiges Diskutieren und Bremsen tritt Stillstand ein. Wir als FDP wollen, dass das Projekt vorangeht“.

Bremsen und parteipolitisches Geplänkel wirft der FDP-Politiker den Tornescher Politikern auch bezüglich der Entscheidungsvertagung, die eine Ausschüttung aus der Bürgerstiftung der Stadt i. M Gerhard Veit für den TuS Esingen vor. Der hatte für die Anschaffung einer neuen Vereinsfahne zum Vereinsjubiläum den Antrag gestellt, aus der Stiftung 1500 Euro zu erhalten. Die Politiker konnten sich nicht einigen, dafür Grünes Licht zu geben. „Frau Fischer-Neumann wollte SPD-Wahlkampf pur betreiben, indem sie vorschlug, für das Geld Erstklässlern Bücher zu schenken. Die Diskussion und der effekthaschende Antrag waren einfach nur peinlich“, so Bernd Michaelsen. Er betont, dass es der Tornescher Politik gut zu Gesicht stehen würde, harmonischer und respektvoller miteinander umzugehen und die Belange der Bürger und der Stadt in den Mittelpunkt zu stellen und nicht die Parteipolitik. „Unterschiedliche Meinungen sind erwünscht, denn sie führen zu nachhaltigeren Ergebnissen. Aber die Glaubhaftigkeit muss bewahrt werden“, so die Haltung des FDP-Mannes Michaelsen.

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