Absage : Parteienzoff um Maibaum-Premiere

Wenige Wochen vor der Kommunalwahl gibt es Zoff zwischen Sozial- und Christdemokraten um die zweitägigen Maifeiern. „CDU-Vorsitzender Jan Schmidt verbreitet in der Presse den Eindruck, dass alle Gemeindevertreter an der Aufstellung des Maibaums in Moorrege teilnehmen werden“, erklärt Uwe Mahnke, SPD-Fraktionsvorsitzender und Spitzenmann zum Urnengang am 26. Mai. „Die SPD widerspricht dem energisch.“

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22. April 2013, 20:45 Uhr

Zoff gibt es um das Tragen des Maibaumes vom Bauhof zum Festplatz neben der Grundschule. Die acht Meter hohe Aluminiumstange soll nach dem Willen der Organisatoren von allen Gemeindevertretern, begleitet vom Spielmannszug und möglichst vielen Moorregern transportiert werden.

„Wir werden uns sicherlich nicht als Wahlkämpfer der CDU engagieren“, stellt Mahnke im Namen von Fraktion und Ortsverein klar. Der Tanz in den Mai am 30. April wird von den Schwarzen organisiert und das am nächsten Tag folgende Maibaumaufstellen liegt in den Händen des Kulturforums. Dessen Vereinschef Dieter Norton ist stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender und tritt wieder zur Kommunalwahl an. Im Festausschuss der Konservativen war die Idee zu den beiden Veranstaltungen geboren worden. Zum ersten Mal wird in Moorrege dieses Symbol des Frühlings aufgepflanzt.

Im Gespräch mit den Uetersener Nachrichten erklärt der CDU-Vorsitzende: „Ich habe nur gesagt, dass alle Gemeindevertreter eingeladen sind und Uwe Mahnke sich entschuldigt hat.“ Er ginge davon aus, dass andere Sozialdemokraten dabei seien, so die Nummer 2 der christdemokratischen Liste.

„Wenn SPD-Mitglieder am 1. Mai aktiv werden, dann sehen sie ihre Aufgabe traditionell an anderer Stelle“, entgegnet der Genosse mit Blick auf den Tag der Arbeit. „Das wurde auch schon während der jüngsten Gemeindevertretersitzung deutlich gemacht.“ Das Dorfparlament hatte sich zu seiner letzten Sitzung vor der Wahl deutlich vor dem CDU-Pressegespräch getroffen. Die Maibaum-Aktion beginnt, wenn Gewerkschaften traditionell ihre Kundgebungen abhalten.

Die SPD weise darauf hin, welche Bedeutung für sie der Tag der Arbeit hat und weshalb es überhaupt diesen internationalen Feiertag gebe. Mahnke stellt fest: „Den Maibaum müssen daher andere tragen und aufstellen.“

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