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Neue Regelung : Ortswehren rücken oft zusammen aus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Ahrenloher und die Esinger Feuerwehr wachsen immer mehr zusammen. Seit dem 1. Juni 2015 rückt zu Wohnungsbränden und Unfällen mit Verletzten mindestens ein Fahrzeug aus jeder Wache aus. Der Esinger Wehrführer Günther Pieper sagte bei der Jahreshauptversammlung seiner Ahrenloher Kollegen: „Wir sind für unsere Kunden viel schneller geworden.“ Durch die neue Alarmierungsregelung träfen rascher genügend Einsatzkräfte am Ort des Geschehens ein.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2016 | 19:12 Uhr

Das zu gewährleisten wird immer schwieriger. Zu den 49 aktiven Feuerwehrleuten gehört ein großer Anteil junger Kameraden. Einerseits ist das erfreulich, weil sie die Zukunft der Arbeit sichern. Andererseits sind aber viele von ihnen tagsüber außerhalb tätig, etwa in Hamburg, und können im Ernstfall nicht ausrücken. „Deshalb brauchen wir in Tornesch zwei Wehren“, betonte der Pressesprecher Jochen Grünwald. Trotzdem regte Pieper an, dass die Brandschützer aus Esingen und Ahrenlohe ab 2017 eine gemeinsame Jahreshauptversammlung abhalten. „Man lernt dadurch die Kameraden besser kennen. Ihr müsst auch im Einsatz gemeinsam arbeiten“, sagte er.

In der Statistik schlägt sich die enge Kooperation bereits nieder. Da die Ahrenloher seit der Jahresmitte auch zu den Notfällen in Esingen ausrücken, verdoppelte sich die Zahl der Einsätze nahezu. Sie stieg von 69 auf 133 Fälle. Der Schadensort befand sich aber nur 78-mal in Ahrenlohe, berichtete der stellvertretende Wehrführer Sönke Brandt. Die Zahl der Kleinbrände schnellte durch die neue Regelung von acht auf 22 hoch. 64-mal rückten die Ahrenloher zu technischen Hilfeleistungen, 31-mal wegen Brandmeldern aus – beide Zahlen verdoppelten sich gegenüber 2014. Übrigens wurde eine Gruppe während der Jahreshauptversammlung um 21.44 Uhr alarmiert. Die Einsatzkräfte mussten am Wachsbleicherweg eine Tür öffnen und fehlten dadurch auf den UeNa-Fotos.

Sehr rege engagierten sich die Brandschutzerzieher. Bei 22 Veranstaltungen mit insgesamt 228 Ausbildungsstunden unterrichteten sie 349 Jugendliche und Erwachsene. Rund 50 weitere Stunden investierten sie in die Organisation. „Die Kindergärten und Schulen fordern uns immer mehr an“, sagte der Fachwart Jochen Grünwald. Auch die Übungsanlage für Feuerlöscher werde stark genutzt.

Die 37 Anwesenden bestätigten Jochen Lolies und Joachim Hatje als Gruppenführer sowie Lars-Ole Hansen als Schriftwart. Wegen der Einführung des Digitalfunks besetzte die Wehr erstmals den Posten des stellvertretenden Funkfachwarts, den Daniela von Lanken übernahm.

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