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Uetersener Nachrichten

23. August 2017 | 08:44 Uhr

Baumschulen : Optimistisch ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Wir gehen mit gesundem Optimismus ins neue Jahr. Abgesehen von der Witterung waren die letzten zwei Jahre gut für die Baumschulen. Die Nachfrage steigt“, fasst Axel Huckfeldt, Landesvorsitzender des „Bund deutscher Baumschulen“ (BdB) aus Horst die Marktlage zusammen.

Die Verbraucher müssen nach Jahren stabiler Preise in diesem Jahr mit höheren Kosten für Baum und Strauch rechnen, da die Nachfrage auf ein knapperes Angebot trifft. Tatsächlich haben die Pflanzbestände in den vergangenen zwei Wintern enorm gelitten. Die Schäden bei den Mitgliedern – von denen 85 Prozent aus dem Kreis Pinneberg kommen - gehen in die 100000 Euro. Die Witterungslage in diesem Winter ist bislang gut, die Baumschulen sind mit dem vorläufigen Wachstum ihrer Pflanzen zufrieden. Am meisten nachgefragt sind auch in diesem Jahr immergrüne Heckenpflanzen. Der Trend geht zur Eibe, weg vom Lebensbaum (Thuja). „Die Eibe ist das bessere, hochwertigere Produkt. Die Kunden sind heute eher bereit, Geld für Qualität auszugeben“, stellt Huckfeldt fest.

Sorgen macht sich der Baumschulbesitzer über den Landmarkt: „Der Markt ist zu. Es gibt keine Flächen mehr. Das Problem sind die hohen Pachtpreise, die sich die Baumschulen oft nicht mehr leisten können. Das Land wird zunehmend von Maisbauern bewirtschaftet, die dank der Subventionen die Flächen pachten können.“ Zusammen gehen Bauern und Baumschulen auf Landes- und Bundesebene gegen das geplante „Greening“-Projekt der EU vor, bei dem 7 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen begrünt werden sollen und damit ungenutzt blieben. Für die Baumschulen wäre das eine fatale Entwicklung, da sich die Flächen noch weiter reduzieren würden.

Ein großes Thema für die Baumschulen in diesem Jahr ist die Internationale Gartenschau in Hamburg (igs). Mit dem von der igs benannten Projekt „Pinneberger Baumschulland“ entsteht auf dem Gartenschau-Gelände eine große Baumschullandschaft, die den Besuchern aus aller Welt erklärt, was überhaupt eine Baumschule ist. „Wir haben etwas Gigantisches auf die Beine gestellt. Es ist eine einmalige Chance, uns der Öffentlichkeit vorzustellen“, so Huckfeldt. Ein weiterer Vorteil: das Projekt hat ein neues Netzwerk im Kreis Pinneberg geschaffen. Die einzelnen Gruppen Tourismus, Baumschulen, Kultur und Kunst arbeiten hier eng zusammen. Eine Kooperation, die die igs sicher überleben und neue Impulse im Baumschulkreis geben wird.

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erstellt am 21.Jan.2013 | 20:57 Uhr

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