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Sprachheilförderklasse : Optimale Förderung in Wohnortnähe

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bislang mussten auch Kinder im Grundschulalter mit schwerwiegenden Sprachstörungen aus dem Kreis Pinneberg ein Landesförderzentrum in Wentdorf oder Schleswig besuchen und waren im Internat untergebracht.

shz.de von
erstellt am 21.Jul.2013 | 21:09 Uhr

Die beiden Landesförderzentren werden nun geschlossen und der Kreis Pinneberg wird zwei Sprachheilförderklassen mit jeweils zwölf Plätzen im Kreisgebiet schaffen. Eine der Sprachheilförderklassen wird zu Beginn des neuen Schuljahres ihren Betrieb in Tornesch aufnehmen und zwar an der Fritz-Reuter-Schule im Raum neben der Turnhalle. Der Raum wurde in den vergangenen Jahren für die Betreuungsklasse, dann als VHS-Lerninsel und auch ein Jahr lang für eine Außengruppe des DRK-Kindergartens genutzt. Die Kinder werden vormittags von Lehrerinnen der Fritz-Reuter-Schule (ergänzende Lehrerplanstellen) und Sonderschultherapeuten der Uetersener Geschwister-Scholl-Schule betreut. Ab der vierten Stunde erfolgt die Betreuung bis 15.30 Uhr durch zwei Erzieherinnen.

Die Förderung, die die Kinder am Vormittag erhalten, soll am Nachmittag gezielt fortgesetzt werden. Eine Erzieherin wird aus dem Jugendzentrum in die Sprachheilförderklasse wechseln, die andere Kollegin wurde bislang in der Schulsozialarbeit an der Fritz-Reuter-Schule und der Klaus-Groth-Schule eingesetzt.

Mareike Gerig und Christine Bornau werden jeweils mit einer Dreiviertel-Stelle in der Sprachintensivmaßnahme arbeiten. Mit den verbleibenden Stellenanteilen teilen sich beide die Schulsozialarbeit an der Fritz-Reuter-Schule.

Ziel der konzentrierten sprachheilpädagogischen Förderung ist, dass die Mädchen und Jungen zügig in ihre Heimatschulen im Kreisgebiet integriert werden können. Zwischen der Stadt Tornesch und dem Kreis Pinneberg, vertreten durch die Koordinierungsstelle soziale Hilfen der schleswig-holsteinischen Kreise, wurde eine Leistungs- und Prüfungsvereinbarung für die Einrichtung der Sprachintensivmaßnahme (SIM) an der Fritz-Reuter-Schule geschlossen. Die neue Ratsversammlung hat notwendigen Mitteln in Höhe von 7250 Euro für die Erstausstattung des SIM-Klassenraumes mit Möbeln, die Einrichtung eines IT-Arbeitsplatzes sowie die Installation eines Telefonanschlusses zugestimmt. Die zwölf Kinder, die über das Schulamt des Kreises Pinneberg in die Sprachheilförderklasse kommen, werden am 7. August eingeschult und ihren Klassenraum beziehen.

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