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Uetersener Nachrichten

12. Dezember 2017 | 19:25 Uhr

Wahl 2013 : Ole Schröder rockt den Kreis

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

45,3 Prozent. Das war die Zahl, die bei Redaktionsschluss auf den Monitoren und Leinwänden der Kreis Pinneberger Wahlpartys zu lesen stand. Für Ole Schröder ein triumphales Ergebnis mit dem er den Abstand zu seinem Kreis Pinneberger Opponent von der SPD, Ernst Dieter Rossmann, weiter ausbaute, auch wenn davon auszugehen ist, dass sich diese Zahl nach Redaktionsschluss noch nach unten korrigieren haben dürfte.

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erstellt am 22.Sep.2013 | 22:53 Uhr

Dennoch: Bei der letzten Bundestagswahl lagen zwischen den beiden Wahlkreiskandidaten 8 Prozentpunkte, dieses Mal erhöhte Schröder den Abstand zur SPD leicht. Er erreicht mit diesem Ergebnis sein erhofftes „Triple“, nämlich zum dritten Mal in Folge ein Direktmandat in seinem Wahlkreis mit der Nummer Sieben, dem Kreis Pinneberg.

Im Ergebnis freilich bleibt alles beim alten: denn auch Ernst Dieter Rossmann drohte zu keiner Zeit Gefahr, hat er doch den Listenplatz des Bundeslandes Schleswig-Holstein mit der Nummer Eins inne. Und so schlecht hat die Bundes-SPD nun auch wieder nicht abgeschnitten. Rossmann erreichte bis Redaktionsschluss, als die wichtigen Auszählungen aus Pinneberg, Tornesch und Quickborn noch fehlten, immerhin 36,4 Prozent. 5,4 Prozentpunkte mehr als bei der letzten Bundestagswahl.

Die Kandidatin der Grünen, Valerie Wilms, wird wohl erst heute früh erfahren haben, ob es für ihren erneuten Einzug in den Deutschen Bundestag gereicht hat. Denn auf dem Listenplatz 3 kann es bei dem Bundesergebnis der Grünen schon eng werden für die Abgeordnete. „Wir haben im Wahlkampf gemacht, was wir machen konnten“, sagte Wilms im Wahlstudio des Elmshorner Kreishauses. Natürlich „bange“ sie auch, verriet Wilms, gerade auch im Hinblick auf die Mitarbeiter ihres Berliner Abgeordnetenbüros. „Aber ich gehe nicht mit der Politik ins Grab“, erklärte sie. Sie steige da aus, wo der Wähler das wolle, sagte die Grünen-Politikerin.

Die CDU traf sich im Hotel Rellinger Hof in Rellingen, wo naturgemäß die Laune gut war. Nicht nur Schröders guten Abschneidens wegen, sondern natürlich auch wegen des guten Ergebnisses der Bundes-CDU. Sein persönliches, gutes Ergebnis kommentierte Schröder mit den Worten: „Wir haben einen sehr engagierten Wahlkampf geführt, in dem gerade auch regionale Themen angesprochen wurden. Das sind insbesondere jene der Verkehrsinfrastruktur im Kreis Pinneberg oder die Dienststelle der Bundespolizei am Elmshorner Bahnhof. Die Wähler haben offenbar schon gespürt, dass mein Einsatz für den Wahlkreis etwas gebracht hat. Die SPD hat von Anfang an das Problem gehabt, dass sie mit ihrem extrem linken Programm nicht glaubwürdig war.

Cornelia Möhring von den Linken lag gestern Abend bei Redaktionsschluss mit 3,3 Prozent hinter Sebastian Hausmann, dem Kandidaten der „Alternative für Deutschland“ (AfD), mit 3,5 Prozent. Und auch bei der Zweitstimme bleibt die AfD hinter dem Bundesergebnis zurück: Dennoch sind 4,6 Prozent auf Anhieb ein respektables Ergebnis. In einigen Gemeinden des Kreises erreichte die Anti-Eurorettungs-Partei erstaunliche Prozentsätze von über sechs Prozent, in einem Fall sogar über sieben Prozent (Groß Offenseth Aspern). Bei der Zweitstimme verlieren die Grünen im Vergleich zu 2009 über vier Prozent und rutschen von stattlichen 12,1 auf unter acht Prozent.

Die FDP wurde, dem Bundestrend folgend, auch im Kreis Pinneberg hinweggefegt, wenn auch nicht ganz so nachdrücklich: Erreichten die freien Demokraten bei der letzten Bundestagswahl im Kreis noch 16,6 Prozent, so landeten sie gestern Abend bei 5,5 Prozent.

Auch bei den Piraten dürfte bei erreichten 1,8 Prozent – sowohl bei der Zweitstimme, als auch bei der Wahl der Direktkandidatin Brigitt Piepgras – keine rechte Freude aufkommen. Andere Parteien spielten keine Rolle.

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