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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 04:29 Uhr

Jahresabschluss : Ohne Strategiewechsel gut

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Genossenschaftliche Tugenden sind es, wovon die Volksbank Elmshorn sich leiten lässt. Und zwar in ihrem Kerngeschäft: dem Geschäft mit den Kunden in der Region.

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2013 | 22:36 Uhr

Vertrauen, Verlässlichkeit und Nähe lauten die Schlagworte, die für Vorstandssprecher Christian Scheinert für den Erfolg der Volksbank verantwortlich sind. „Andere Banken wechseln alle paar Jahre ihre Strategie“, sagt Scheinert. „Die Volksbank macht im Grunde seit 144 Jahren das Gleiche.“ Warum gerade in turbulenten Zeiten im Finanzsektor eine derartige Verlässlichkeit wichtig ist, zeigte Scheinert am Beispiel der Commerzbank. Die von „Spiegel-Online“ als „Möchtegern-Champion“ bezeichnete Großbank, deren Aktien zu gut 25 Prozent der Bundesrepublik gehören, weil die Bank über den Bankenrettungsfonds von Deutschland rund 18,2 Milliarden Euro Kapital erhielt, erklärte zu ihrer Neuausrichtung, dass man, so Christian Scheinert, „alles anders machen wolle.“ Der Privatkunde sollte wieder in den Vordergrund gestellt werden. Doch schon wenige Monate später wurde all das verworfen, weil man feststellte, dass das alles nicht lukrativ sei. Die Volksbank, so Scheinert, sei da auf einem „ganz anderen Pfad“ unterwegs. Während andere Banken aufgrund zunehmender Regulatorik, Anforderungen des Verbraucherschutzes und völlig überzogener Renditevorstellungen der Aktionäre ihr Geschäftsmodell überdenken müssten, beschäftigten sich 80 bis 90 Prozent aller Geschäftsvorfälle direkt mit dem Kunden. „Das ist es aber, was uns stark macht“, sagt Scheinert.

Christian Kähler, ebenfalls Vorstandsmitglied und zuständig für das Geschäftskundengeschäft blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Mit über 80 Millionen Euro habe man einen neuen Höchstwert für neue Darlehen erreicht, sagte Kähler. Aber auch Vorstandsmitglied Stefan Witt, zuständig für das Privatkundengeschäft, freut sich über die Entwicklungen des letzten Jahres: „Mit unserer kerngesunden Sicherungseinrichtung, unseren langjährigen Beratern und einer konservativen Grundeinstellung ist die Volksbank für Privatkunden ein sicherer Hafen“, so Witt. Die Volksbank konnte im vergangenen Jahr ihre Mitgliederzahl auf 14000 steigern. Elf Filialen an acht Standorten zeigen: die Volksbank ist eine Flächenbank, deren Geschäftsgebiet besonders im ländlichen Raum liegt. Für die 14000 Mitglieder wurde eine Dividende von 6 Prozent vorgeschlagen.

Das Wichtigste allerdings sei, so Sprecher Christian Scheinert, die Belegschaft, die sich „mit der richtigen Einstellung um die finanziellen Belange unserer Kunden kümmert.“ Mit diesem „Pfund“, sei ihm um die Zukunft der Volksbank „nicht bange“, sagte Scheinert.

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