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Basketball : Ohne Punkte, aber mit Wut im Bauch

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Weiterhin kein Bein auf den Boden bekommen die 1. Herren des TSV Uetersen in der Oberliga Hamburg. Nach ihrem diesjährigen Abstieg aus der 2. Regionalliga Nord verloren sie am Sonntagabend auch ihr drittes Spiel in Hamburgs höchster Liga und sind weiter punktloses Schlusslicht. Die 53:55-Niederlage bei der TSG Bergedorf II kam allerdings höchst unglücklich und, glaubt man den Schilderungen der Uetersener, am Ende auch irregulär zustande.

In der Sporthalle Fährbuernfleet, in der die Rosenstädter in der vergangenen Saison noch bei der 1. Bergedorfer Mannschaft zu Gast waren, entpuppte sich nun auch die TSG-Zweite als ein gut eingespielter Gegner. „Wir mussten von Anfang an viel in der Abwehr arbeiten“, berichtete André Hoppe, Spieler und Pressewart der TSV-Korbjäger. Die Gäste begannen damit, Mann gegen Mann zu verteidigen, kamen dabei aber oft zu spät: „Auch im Angriff lief nicht viel zusammen – wir haben uns immer wieder in Dribblings verzettelt und Pässe zum Gegner gespielt“, gab Hoppe zu. Wenn die Rosenstädter dann doch einmal zum Abschluss kamen, fand der Ball nur selten den Weg in den Korb – und die Abpraller landeten meistens beim Gegner.

So führten die Hausherren nach dem ersten Viertel (13:8) und zur Halbzeit (33:21), laut Hoppe war aber „noch nichts entschieden“ – und er behielt Recht. Im dritten Viertel agierten die Uetersener mit einer Zonenverteidigung, mit der sie die TSG vor große Probleme stellten. So schnupperte das TSV-Team sogar kurzzeitig an der Führung. Zehn Minuten vor Ultimo stand es nur noch 41;37 für die Bergedorfer, die Schwächen im Angriff zeigten.

Im letzten Abschnitt erzielte Torben Liebau zwei wichtige „Dreier“ für die Gäste und Tim Schölermann ließ immer wieder gut die Zeit laufen. Kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene brachte ein Bergedorfer sein Team mit zwei Punkten in Führung. Fünf Sekunden waren aber noch auf der Uhr und die Uetersener spielten ihr aufgezeigtes System durch. Tim Schölermann machte sich auf den Weg zum Korb, wurde mehrmals unfair attackiert (einen Foulpfiff gab es aber nicht), begann die Schrittreihenfolge und traf.

Der Ausgleich war da, der die Verlängerung bedeutet hätte – doch dann ertönte ein Pfiff und der Schiedsrichter, der an der Mittellinie stand und die schlechteste Sicht hatte, entschied auf Schrittfehler. „Ein unglaublicher Pfiff“, so Hoppe, der abschließend sagte: „Wir sind mit einer großen Portion Wut im Bauch nachhause gefahren und haben uns geschworen, die Bergedorfer im Rückspiel zu schlagen!“

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erstellt am 16.Okt.2014 | 18:21 Uhr

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