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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 08:22 Uhr

Basketball : Ohne Coach und ohne Chance

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Momentan kommt es knüppeldick für die 1. Basketball-Herren des TSV Uetersen. Nicht nur, dass sie am Sonnabend auch ihr zweites Spiel des Jahres in der 2. Regionalliga Nord deutlich verloren, als sie dem Spitzenreiter BC Rendsburg mit 37:104 unterlagen.

Nein, die TSV-Korbjäger erlitten auch noch zahlreiche Blessuren: Vor allem die Hände und Arme von TSV-Topscorer Philipp Döhring waren rot gezeichnet von den Schlägen, die er abbekommen hatte. Dass Döhring dennoch kein einziges Mal an der Freiwurflinie stand, kommentierte André Hoppe, Pressewart und Spieler der TSV-Korbjäger, wie folgt: „Es kam fast so rüber, als hätten die Schiedsrichter persönlich etwas gegen uns!“

Die Rendsburger, die in dieser Saison noch keinen Punkt abgaben, spielten in der LMG-Halle von Beginn an mit einer druckvollen Defense. Dem hatten die Uetersener, die weiter auf die Verletzten Tim und Torben Schölermann verzichten mussten, nichts entgegenzusetzen. Da auch Patrik Fischer (fällt bis zum Saisonende aus) sowie Hauke Liebau und Denys Roski fehlten, waren nur sieben Spieler aus dem Kader der 1. Herren dabei, zudem half Jan Pospech von den 2. Herren (Bezirksliga) aus. Die Gäste hatten sehr viele freie Würfe von der Dreierlinie und eine gute Trefferquote; bei Uetersen fanden dagegen nur drei „Dreier“ das Ziel.

Nach dem ersten Viertel stand es 8:29 aus TSV-Sicht, die Seiten wurden beim Ergebnis von 19:48 gewechselt. „Die großen Centerspieler des Gegners hackten unter dem Korb alles weg – und das konnten sie, weil mit diesem Schiedsrichter-Gespann fast alles ging“, klagte Hoppe. So wurden die Uetersener ununterbrochen provoziert und geschubst. Nach 25 Minuten knickte dann auch noch Döhring ohne die Einwirkung eines Gegenspielers bei einer Bewegung um und konnte nicht mehr weiterspielen. Nach drei Vierteln stand es 23:83; obwohl die Partie längst entschieden war, agierten die Rendsburger im letzten Abschnitt noch einmal mit einer Ganzfeld-Defense. Damit wollten sie noch mehr Punkte erzielen, was beim Endergebnis von 37:104 auch gelang.

„Wir haben zu keiner Sekunde ins Spiel gefunden“, gab Hoppe zu. Noch mehr als die Klatsche traf die Uetersener die Nachricht, dass sie ab sofort ohne Trainer Toni Radic auskommen müssen. „Er kann, aufgrund persönlicher Probleme mit seinem Hauptverein Quickborn, nicht aus Kroatien zurückkommen“, so Hoppe. „Er hat uns zum Abschied gesagt, dass er viel Spaß mit uns hatte und uns viel Glück für die Restrunde gewünscht“, berichtete Hoppe, der Radic in den höchsten Tönen lobte: „Er ist ein guter Mensch, ein guter Trainer und war ein Vorbild für viele Jugendspieler und auch Herrenspieler!“

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erstellt am 21.Jan.2014 | 21:20 Uhr

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