„Oh, Mann – was fangen wir ohne sie an?“

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Herzlicher ist wohl noch keine Schulleiterin in den Ruhestand verabschiedet worden: Schüler, Kolleginnen und Eltern feierten die Verabschiedung von Elsbeth Kruse mit einem kurzweiligen, sehr persönlich gestalteten Programm. Auch Bürgermeister Jürgen Neumann, Pastorin Vivian Reimann-Clausen, Diakonin Carmen Baldzun und Schulrat Dirk Janssen ließen es sich nicht nehmen, der engagierten Pädagogin einen unvergesslichen letzten Arbeitstag zu bescheren und ihr warme Worte und beste Wünsche mitzugeben für den neuen Lebensabschnitt.

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10. Juli 2015, 21:22 Uhr

Nicht erst die jüngsten Schüler schafften es, mit ihrem „Lied über dich“ für Tränen der Rührung zu sorgen. Lehrerin Katharina Norden, die die Verabschiedung moderierte, stellte einen Höhepunkt nach dem anderen vor. Die Viertklässler brachten eine Instrumentalversion von „Freude schöner Götterfunken“ zu Gehör. Die Drittklässler unterhielten mit einem originellen Flaschentanz und die Zweitklässler sangen eine umgedichtete Version von „Viel Glück und viel Segen“. Elternvertreter und Kolleginnen führten humorvolle Sketche auf, die die Schulleiterin liebevoll aufs Korn nahmen. Bürgermeister Neumann bekannte: „Als wir uns kennenlernten, dachte ich, Sie halten mich für einen Schüler.“ In den Jahren der Zusammenarbeit lernten sich die beiden kennen und schätzen. Beide mögen „klare Worte und kurze Wege“. Die Nachfolgerin, die voraussichtlich am Montag gewählt wird, tritt in große Fußstapfen. Für jeden Schüler und jede Kollegin hatte Rektorin Kruse ein offenes Ohr und hielt für den Notfall stets Stärkung, Wasser, Taschentuch und Pflaster bereit. In ihre Dienstzeit fielen viele Neuerungen wie die Umsetzung der verlässlichen Grundschule, erweiterte Betreuungsangebote, jahrgangsübergreifender Unterricht, integrative Förderung und der Ausbau von Schulsozialarbeit. Kruse schob begeistert Projekte an. Ihr Steckenpferd war die Vermittlung von Plattdeutsch. Legendär sind die Ratschläge der studierten Mathematikerin: „Das Einmaleins müsst ihr im Schlaf können.“ 26 Jahre lang war Elsbeth Kruse an der Heistmer Grundschule beschäftigt, neun Jahre als Schulleiterin. „Sie haben es geschafft, viele Ihrer ,Ideen von Schule’ zu verwirklichen, Verantwortung zu übernehmen und Gestaltungsräume auszufüllen“, sagte Schulrat Janssen.

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