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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 19:04 Uhr

Fußball : Offen bis zur 92. Minute

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nur 24 Stunden, nachdem die 1. Herren des Heidgrabener SV in der 2. Oddset-Pokal-Runde dem SV Lurup mit 0:2 unterlagen, hieß es auf dem Kunstrasenplatz an der Uetersener Straße erneut „David gegen Goliath“: Die 2. Heidgrabener Herren (Kreisklasse 1) empfingen am Mittwochabend in der 2. Runde des Holsten-Pokals mit dem VfL Pinneberg II (Landesliga) ebenfalls einen drei Klassen höher spielenden Gegner.

Sensationell ging die Reserve des „kleinen HSV“ in Führung. Als Björn Deinert nach einem langen Pass mit VfL-Aushilfstorwart David Fock zusammenprallte, entschied Schiedsrichter Manfred Neuber (SC Pinneberg) auf Elfmeter für Heidgraben. „Ich habe zuerst den Ball gespielt“, klagte Fock, der zudem die Gelbe Karte bekam. Kim Stüben, der einst für die 2. Herren des TSV Uetersen stürmte und als Zuschauer am Spielfeldrand stand, stützte Focks These: „Der Torwart hat den Ball zur Seite gespielt und wurde dann vom Stürmer getroffen!“ Fakt ist: Dominik Hanke verwandelte den Strafstoß flach rechts zum 1:0 (21.).

„Dadurch wird die Partie nur interessanter“, frohlockte Stüben, während einige Pinneberger fortan nur noch auf Referee Neuber schimpften ‒ dies war eines Landesligisten nicht würdig. Und um zum 1:1 zu kommen, benötigte der Favorit selbst Neubert als Steigbügelhalter: Einen ebenfalls höchst fragwürdigen Elfmeter verwandelte VfL-Kapitän Jannik Swennosen zum 1:1 (31.).

In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste besser ins Spiel, hatten deutlich mehr Ballbesitz und gingen in der 72. Minute durch den Ex-Tornescher Anas Karimi in Führung, woraufhin endlich auch ihr Hadern mit Neuber nachließ. Den Heidgrabenern gelang es „mit einer geschlossen guten Leistung“, wie Co-Trainer Andreas Fölster es ausdrückte, und dank der starken Paraden ihres Torhüters Sven Seifert, die Partie bis in die Nachspielzeit hinein offenzuhalten. Sogar der Ausgleich wäre möglich gewesen, doch als Deinert und Fock erneut im VfL-Strafraum aufeinander trafen, verlegte Neuber den „Tatort“ kurzerhand vor die Strafraumgrenze, so dass es nur einen Freistoß für die Heim-Elf gab (85.), und ersparte Fock eine persönliche Strafe (es wäre die Gelb-Rote Karte gewesen).

In der 89. Minute hatte Daniel Kiefer noch einmal das 2:2 auf dem Fuß, er traf aber aus 30 Metern das verwaiste Gäste-Gehäuse nicht. Dann sorgte der Pinneberger Florian Szimmuck mit seinem 1:3 für die Entscheidung (92.). „Wenn man die Ballbesitzanteile und das Chancenverhältnis betrachtet, haben wir natürlich verdient verloren ‒ aber mit ganz viel Glück hätten wir sogar ein 2:2 und die Verlängerung erreichen können“, sagte Fölster, der aber auch so „sehr stolz auf eine hervorragende Leistung“ seines Teams war.

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erstellt am 06.Aug.2015 | 17:31 Uhr

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