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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 20:55 Uhr

Turnier : Nur zehn Minuten Redezeit

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Eingangs gestellte Frage klang absonderlich und stellte zur Diskussion, ob es Folter sei, wenn sexbesessene Zombies Gartenarbeit erledigen. In Wirklichkeit vereinte diese Frage allerdings nur die drei Themen, derer sich vier junge Wissenschaftler in Projekten und im Rahmen ihrer Dissertationen annahmen.

Unter Vorgaben, die dem immer populärer werdenden „Poetry-Slam“ entlehnt waren, bei dem Jedermann innerhalb weniger Minuten vortragen kann, was er möchte (meist Gedichte, oder Stand-up-Comedy), lag der Schwerpunkt hier in der Präsentation wissenschaftlicher Arbeiten und deren Ergebnisse. Insoweit ist der „Science-Slam“ eine Variante des „Poetry-Slam“, die wissenschaftliche Arbeit in auch für den Laien verständlicher Weise und in sehr kurzer Form aufbereiten und dem Publikum vorstellen soll. Mithin eine Kombination aus Wettkampf und Wissenschaft. Denn der Gewinner wird vom Publikom gekoren, welches durch Punktevergabe anzeigt, wie der Kurzvortrag angekommen ist.

Im Audimax der Fachhochschule Wedel traten vier „Kurz-Dozenten“ an: Jessica Bahr vom Institut für Männergesundheit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, räumte mit typischen und kaum totzukriegenden Sex-Mythen auf.

Die Schenefelder Ingenieurin für Energie- und Umwelttechnik von der TU-Hamburg-Harburg, Saskia Oldenburg, brachte den Zuhörern nahe, wie in Zukunft aus Pferdemist Energie gewonnen werden kann. Gerade im Kreis Pinneberg, mit seinen vielen Reitställen sei genug Rohmaterial vorhanden.

Der Kommunikationswissenschaftler Jens Wiesner, von der Universität Münster, ging der Frage nach, inwieweit in Filmen und Serien zur Schau gestellte Folterszenen sich auf das Foltern in der wirklichen Welt und vor allem auf die Haltung der Menschen zur sogenannten „Rettungsfolter“ auswirkt. Dies tat er anhand der amerikanischen TV-Serie „24“, in der mehr als in anderen Filmen gefoltert wird.

Ivonne Bieber vom Fachbereich Medieninformatik der FH-Wedel übertrug schließlich die Eigenschaften von Computerviren und Schadsoftware auf die Eigenarten von Zombies (sogenannte Untote) und fand erstaunliche Parallelen.

In lockerer Atmosphäre stand der Spaß im Vordergrund, wenngleich die via Beamer präsentierten Kurzvorträge durchaus professionellen Einschlag erkennen ließen.

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erstellt am 13.Dez.2012 | 19:00 Uhr

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