zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 11:29 Uhr

Wahl 2013 : Nur Wilms musste zittern

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Wahl ist gelaufen, auf Bundesebene bleibt es spannend. Bereichert wird der Deutsche Bundestag in der folgenden Legislaturperiode durch vier Kandidaten aus dem Wahlkreis Nummer sieben, dem Kreis Pinneberg: Da wäre als einziger direkt gewählter Kandidat Ole Schröder von der CDU. Schröder holte 45,4 Prozent der Erststimmen und verbesserte sein schon im Jahre 2009 recht gutes Ergebnis von 40,8 noch einmal um 4,6 Prozentpunkte. Er führte dies auch darauf zurück, dass er sich im Kreis Pinneberg für Themen engagierte, die für die Wähler im Kreis wichtig waren. Seine besten Ergebnisse konnte Schröder im Westen des Kreises, im Umkreis der Stadt Barmstedt einfahren.

Langeln, Bilsen, Bevern, Osterhorn und Heede heißen die CDU-Hochburgen bei diesem Mal. Sein bestes Ergebnis erreichte der Christdemokrat in Heede mit satten 65,5 Prozent. Ebenfalls über Zuwächse freuen kann sich auch sein Kontrahent, der SPD-Abgeordnete Ernst Dieter Rossmann. 4,3 Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren, nämlich 36,1 Prozent, erreichte Rossmann. Sorgen über einen erneuten Einzug in den Bundestag musste sich unabhängig vom Ausgang der Erststimmenverteilung freilich keiner der beiden machen. Denn schließlich befinden sich beide mit den Plätzen eins (Rossmann) und zwei (Schröder) ganz oben auf den Landeslisten ihrer Parteien. Ein erneutes Bundestagsmandat war daher ohnehin beiden sicher, auch wenn natürlich ein Direktmandat viel mehr regionaler Auftrag ist, als ein Erklimmen des Bundestages über die Landeslisten. Schröder schaffte sein in den letzten Jahren vielbeschworenes „Triple“, sein drittes Direktmandat in Folge. Nicht ganz so klar war der Ausgang des Abends für die Kreis Pinneberger Grünen-Kandidatin Valerie Wilms. Schon vor vier Jahren musste Wilms bis in die frühen Morgenstunden warten, bis die erlösende Nachricht sie erreichte. Dieses Mal dürfte das Bangen wohl noch ausgeprägter gewesen sein, denn die Grünen verloren bei der Zweitstimme auf Kreisebene 3,5 Prozent; Wilms erreichte statt 9,3 Prozent der Erststimmen im Jahre 2009 nur noch 6,4 Prozent. Das ist ein Verlust von über 30 Prozent. Gestern Vormittag aber war dann recht schnell klar: Frau Wilms kann aufatmen. Der Listenplatz Nummer drei reichte aus, sie ist ebenfalls Abgeordnete des 18. Deutschen Bundestages.

Ebenfalls ein Bundestagsmandat über die Landesliste erreichte die Kandidatin der Linken, Cornelia Möhring, wenngleich auch die Linken ganz im Gegensatz zum Bundesergebnis, Federn ließen. Nach guten 7,8 Prozent im Jahre 2009 bleiben noch 5 Prozent übrig. Möhring bekam 3,9 Prozent der Erststimmen.

Passend zum Ergebnis auf Bundesebene ist jenes der FDP im Kreis Pinneberg. Die Zahlen sind niederschmetternd: Bei den Zweitstimmen verlor die Partei 11 Prozentpunkte und sackte von 16,6 auf 5,6 Prozent ab. Kandidat Olaf Klampe verlor über 80 Prozent der Erststimmen: Erreichte er 2009 noch 9,8 Prozent, so steht nach dem diesjährigen Wahlabend eine traurige 1,9 in den Büchern, die keinen Anlass zur Freude gibt.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Sep.2013 | 21:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert