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Umsetzung : Nur noch polizeiliches Bürgerbüro

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Polizeistationen Tornesch und Uetersen werden mit Wirkung vom 1. April am Standort Uetersen, Marktstraße 34, zusammengelegt. Damit wird eine eigenständige Polizeistation in Tornesch Geschichte.

Leiter der fusionierten Polizeistation Uetersen-Tornesch wird Polizeihauptkommissar Hans-Otto Crantz. Er war seit 1999 Chef der Tornescher Polizeistation in den Räumen am Thujaweg. Teilweise gehörten dem Polizeiteam in Tornesch 14 Kräfte an. Sie waren nicht nur für Tornesch, sondern auch für Heidgraben und Groß Nordende und damit für ein Einzugsgebiet von etwa 16000 Einwohnern zuständig.

Die zuverlässige Polizeiarbeit vor Ort war von Bürgernähe gekennzeichnet und erfolgreich. Die Zahlen der Kriminalitätsstatistik wiesen von Jahr zu Jahr weniger erfasste Kriminalitätsdelikte aus. Die langfristig angelegte Präventionsarbeit wie Streifenfahrten, Schulpatenschaften sowie Fahrradkontrollen trug Früchte. Auch die Aufklärungsquote von Kriminalitätsdelikten vor Ort war hoch. So konnte im Jahr 2014 fast jede zweite Straftat aufgeklärt werden. Die beabsichtigte Fusion der Polizeiwachen Tornesch und Uetersen und damit die Aufgabe der Wache in Tornesch wurde im Frühjahr 2015 durch die Polizeidirektion Bad Segeberg bekannt gegeben. Im Mai 2015 hatte der wenige Monate später verstorbene Vorsitzende der CDU Tornesch Reinhard Nürnberg eine Demonstration zum Erhalt der Tornescher Polizeistation mit etwa 160 Teilnehmern auf die Beine gestellt.

Wenige Tage später fand unter großem Interesse der Öffentlichkeit eine Informationsveranstaltung im Rathaus statt. Frank Matthiesen, Leiter des Führungsstabes der Polizeidirektion Bad Segeberg, und Torsten Schmidt, Leiter des Polizeireviers Wedel, erläuterten die Überlegungen zum Bündeln von etwa 40 Polizeikräften für einen Einzugsbereich von 50000 Einwohnern in einem Gebiet von Uetersen, Teilen von Marsch und Geest bis hin zu Tornesch-Oha. Zum damaligen Zeitpunkt war die Fusion für den 1. März 2016 angedacht. Die zur Informationsveranstaltung anwesenden Bürger bekundeten ihr Unverständnis und teilten ihre Sorge, die Sicherheit in der wachsenden Stadt Tornesch gefährdet zu sehen, mit. Am 23. Juni 2015 sprach sich die Tornescher Ratsversammlung in einer Resolution für den Erhalt der Tornescher Polizeistation aus. Die Christdemokraten hatten kurz zuvor den innenpolitischen Sprecher der CDU im Landtag Axel Bernstein und den Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft Manfred Börner zu einer Podiumsdiskussion zu Gast und sammelten 1200 Unterschriften für den Erhalt der Tornescher Polizeiwache.

Nachdem die Personalvertretung der Polizei den Antrag zur Schließung der Polizeiwache abgelehnt hatte, wandte sich die CDU Tornesch erneut an Innenminister Stefan Studt (SPD) mit dem Appell, eine Entscheidung zum Erhalt der Tornescher Polizeistation zu treffen. Eine Antwort habe er nicht erhalten, so der CDU-Vorsitzende Daniel Kölbl.

Die Fusion der Polizeiwachen Tornesch und Uetersen erfolgt nun morgen. Zehn der Tornescher Polizeikräfte werden am Standort Uetersen weiter mitarbeiten. Der ehemalige Leiter der Station Uetersen Frank Lassen wird stellvertretender Leiter des Polizeireviers Wedel.

Polizeiliches Bürgerbüro mit sechs Öffnungsstunden

Als Anlaufstelle für Tornescher Bürger wird am Standort der bisherigen Polizeistation am Thujaweg 40 ein polizeiliches Bürgerbüro, das mit einem Polizei-Schild gekennzeichnet sein wird, eingerichtet. Ein Polizeibeamter wird dann zu den Öffnungszeiten Montag, Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr vor Ort sein. Den Bürgern wird damit bei weniger dringenden Anzeigen oder für allgemeine Anliegen, die mit Polizeiarbeit zu tun haben, der Weg nach Uetersen erspart. „Wir hoffen, dass die Bürger diese Möglichkeit nutzen. Wir werden uns zudem bemühen, dass unsere Streifenwagen so oft wie bisher in Tornesch unterwegs sind und wir damit Polizeipräsenz rund um die Uhr gewährleisten“, so Polizeihauptkommissar Hans-Otto Crantz (Foto). Auch die Polizeischulpatenschaft mit der Klaus-Groth-Schule und damit die Präventionsarbeit in Kooperation mit dem JottZett sollen nach Entscheid über die personelle Besetzung erhalten bleiben.

Die Polizeisprechstunde in Heidgraben soll in unveränderter Form weitergeführt werden. Erreichbar ist die Polizei nun unter 04122/70530 in Uetersen. Die Nummer der Tornescher Station ist für eine Übergangszeit noch mit Umleitung nach Uetersen aktiv.

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erstellt am 30.Mär.2016 | 19:20 Uhr

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